Ein Blick auf die vorhandenen Quellen macht deutlich, dass der US-amerikanische Can Opener Day höchstwahrscheinlich eine Erfindung des Grußkartenportals 123greetings.com ist. Zumindest ist dies die älteste, online verfügbare Quelle.

Can Opener Day – Tag des Dosenöffners in den USA. Kuriose Feiertage – 24. August © 2022 Sven Giese
Zwischen der Erfindung von Lebensmittelkonserven und der Erfindung des Dosenöffners lag etwa ein halbes Jahrhundert. Was war geschehen?
Am 25. August 1810 erhielt der britische Händler Peter Durand (1766 – 1822) das Patent auf die Konservendose. Diese ersten Dosen bestanden hauptsächlich aus Schmiedeeisen und waren mit Zinn ausgekleidet. Eine Materialdicke von 3/16 Zoll war hier Standard, sodass sie sich ohne Werkzeug nicht öffnen ließen. Dementsprechend fanden sich auf vielen der ursprünglichen Konserven auch Hersteller-Hinweise wie „Öffnen Sie die Oberseite der Dose in der Nähe der Außenkante mit Hammer und Meißel!“.
Eine erste Variante des Dosenöffners wurde im Jahre 1855 von dem Briten Robert Yeates erfunden und 1858 patentiert. Darauf hin meldete der US-Amerikaner Ezra J. Warner am 5. Januar 1858 eine Weiterentwicklung an.

Warners Dosenöffner bestand aus einer Klinge, die in den Konservendeckel schnitt und mit einem Schutz versehen war, der verhinderte, dass die Dose durchstochen wurde. Der Benutzer sägte sich sozusagen um den Dosenrand herum und hinterließ dabei einen gezackten Rand aus rohem Metall.
Im Anschluss folgten Versuche zur Optimierung des Prinzips. Der erste Dosenöffner mit Drehrad wurde am 12. Juli 1870 von William Lyman aus Meriden, Connecticut, USA, patentiert und in den 1890er-Jahren von der Firma Baumgarten hergestellt.
Das klassische Design mit Zahnradkurbel, das wir heute kennen und verwenden, kam dann erst in den 1920er-Jahren auf. Diese Erfindung von Charles Arthur Bunker ist bis heute der Standard für Dosenöffner.

Bild: Die Storyfactory