
21. Etappe | 21. Juli | Monaco – Nizza | 34 km
Für einen Großteil des Pelotons geht es an diesem Tag nur darum, sturzfrei durchzukommen. Doch für die Klassementfahrer ist es der letzte heftige Tag. Und dieser hat es in sich! Nur drei Kilometer flach, dann ein 8-Kilometer-Anstieg! Die kurze Steigung zum Col de Eze gibt es als Bonus, dann die Abfahrt, bei der man das Risiko dosieren sollte. Dann flach ins Ziel. Satte 33 Kilometer im Kampf gegen die Uhr, allein, so schnell es geht die letzten Anstiege hinauf, aber nicht überziehen und hellwach in der Abfahrt sein.
Es ist ein krasses Finale dieser Tour de France. Es erscheint bewusst der größtmögliche Kontrast zur sonstigen Tour d’Honneur in Paris gewählt. Möglicherweise sind die Abstände in der Gesamtwertung vor dem Zeitfahren schon so groß, dass der Kampf um Gelb entschieden ist. Ein sehr schwerer Tag wird es aber in jedem Falle und bei diesem Parcours bedeutet ein „schwacher Tag“ nicht den Verlust von ein paar Sekunden – hier kann es ganz schnell um Minuten gehen, auch ohne Sturz.
Erstmals in der Geschichte endet die „Grand Boucle“ nicht in Frankreichs Hauptstadt Paris. Von Monaco führt ein „scenic way“ nach Nizza. Wenig wahrscheinlich, dass die Fahrer diese Ausblicke auf die Berge und das Meer genießen können. Zu groß die Anstrengung, zu hoch die Konzentration. Von Monaco aus führt das Zeitfahren über einen 8,1 Kilometer langen Anstieg mit 5,6 Prozent Steigung im Durchschnitt, in den Ort La Turbie. Nach einer kurzen Abfahrt gelangen die Profis auf den monegassischen Hausberg Col d’Eze, den viele Profis zum Test ihrer Leistung im Training nutzen. Vom Gipfel des Col d’Eze folgt eine rasante, technisch anspruchsvolle Abfahrt hinunter an die Küste nach Nizza.