Worum geht es: Mit seinem ambitionierten neuen Roman lädt Welt-Bestsellerautor Ken Follett uns ein, an seiner Seite eines der größten Mysterien der Weltgeschichte zu erkunden: Stonehenge.

Wer ist der Autor: Ken Follett gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellern der Welt. Die 38 Bücher aus seiner Feder wurden in vierzig Sprachen übersetzt und sind in mehr als achtzig Ländern erschienen. Insgesamt hat er über 198 Millionen Exemplare von ihnen verkauft. Seine Laufbahn begann er jedoch zunächst als Reporter, zuerst bei der Lokalzeitung seines Heimatortes, der SOUTH WALES ECHO, dann bei den LONDON EVENING NEWS. Seinen Durchbruch als Schriftsteller erlebte er 1978 mit der Veröffentlichung des Thrillers DIE NADEL, der im Jahr darauf mit dem EDGAR AWARD der Mystery Writers of America als bester Roman ausgezeichnet wurde.

1989 stand DIE SÄULEN DER ERDE, Ken Folletts epischer Historischer Roman über den Bau einer mittelalterlichen Kathedrale, überall auf den Beststellerlisten. Er diente als Vorlage für eine erfolgreiche Fernsehserie, die von Ridley Scott produziert und 2010 erstmals ausgestrahlt wurde.

Ken Follett hat sich in zahlreichen Stiftungen zur Leseförderung engagiert und war zehn Jahre lang Präsident von DYSLEXIA ACTION. Er war außerdem Vorsitzender des NATIONAL YEAR OF READING, einer gemeinsamen Initiative von Staat und Wirtschaft. Er lebt mit seiner Frau Barbara im englischen Hertfordshire. Gemeinsam haben sie fünf Kinder, sechs Enkelkinder und zwei Labradore.

Warum ich das Buch empfehle: Wer auf den neuen Follett gewartet hat, bekommt ihn – spannend von Anfang bis Ende. Stonehenge ist ein Roman, welcher dem Leser einen guten Einblick in die geschichtlichen Hintergründe von Stonehenge gibt und ihn Seite für Seite fesselt. Follett versetzt den Leser rund 2.500 v. Chr. in die Ära der Entstehung von Stonehenge, und dass macht er meisterlich. Stonehenge ist ein Roman, der den Spagat zwischen historischen Erkenntnissen und vorhandenen Mythen rund um Stonehenge versucht.

Mein Fazit: lesenswerte 672 Seiten.

Doch kein Buch kann das Gefühl rüberbringen wenn man beim Sonnenuntergang im Steinkreis steht Magie pur – GRANDIOS!

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Auszug meinem Buch „Oasen des Lichtes“ Eine spirituelle Reise zu uralten Heiligtümern Südenglands.

…… Stonehenge schützt sich durch die Düsternis, die es auch heute noch verbreiten kann. Noch als Ruine kündet es von der Macht derer, die es erbauten. Es ist, als ob es bis heute nur seinen Erbauern gehorcht und niemand sonst. Ein Bauwerk, das Macht symbolisiert. Ein Bauwerk, das trennt zwischen denen, die es betreten und denen, die es nur von außen betrachten dürfen.

Das einzige Monument, das irgendwie an Stonehenge erinnert, ist der große, runde Steintempel in Ottilienburg im Elsaß, der zerstört ist und über den man nur bruchstückhaft Bescheid weiß. Er zeigt eine Baukunst, die auf die Kenntnisse mediterraner Strukturen schließen lässt, mit Zapfen und Löchern wie in Stonehenge und er befindet sich im Zentrum eines großen Gebietes voller Überreste der La-Ten-Kultur.

Stonehenge ist und war ein Tempel der Liebe. Die Menschen, die ihn erbauten, waren vielleicht 18 Jahre alt und mit 30 Jahren wahrscheinlich tot. Sie erfüllten diesen Platz mit der Kraft ihrer Riten. Riten der Liebe und der Sexualität. Die Steine hier haben diese Kraft aufgenommen. Aber sie künden noch von weiteren Kräften, von heiligen Linien, sogenannten Lay Lines, die sich hier kreuzen.

Jeder Stein in dem Kreis von Stonehenge hat seine Bedeutung. Das ist der Regenstein oder der Donnerstein, auf seiner Spitze ist Eisen oxidiert. Er zieht die Blitze an, die hier einschlagen und die Lay Lines aufladen. Und nichts anderes geschieht mit den Menschen. Jeder muss seiner eigenen Lay Line folgen, seinen Weg gehen.

Ich kam auf meiner Reise hierher, um zu sehen, zu spüren und zu begreifen. Es war wohl auch der richtige Zeitpunkt, denn ich bekam die Gelegenheit, Stonehenge in aller Ruhe zu erleben. Ich bekam eine dieser heißbegehrten Sondergenehmigungen, zwei bis drei Stunden ungestört im inneren des Steinkreises zu verbringen.

In einer ziemlichen Entfernung außerhalb des Hauptkreises stand ein einzelner Menhir, der im Unterschied zu den anderen unbehauen war. Der Anblick dieses Monolithmonumentes ließ unfehlbar mein Blut schneller fließen.

Beim nochmaligen Hinschauen stellte ich fest, dass es sich nicht bloß um einen Kreis handelte, sondern in Wirklichkeit um eine Dreiergruppe, wobei ein Kreis im anderen lag. Die beiden kleineren waren unvollständig, an einem Ende offen und eher wie ein Hufeisen geformt.

Doch der äußere Ring, der war prachtvoll und musste vor Jahrtausenden wohl vollständig erhalten gewesen sein. Seine gewaltigen Säulen überragten mich dreimal an Größe und waren oben mit Dreiecksteinen versehen, so dass von unten ein geschlossener Kreis sichtbar war.

Und dann fiel mir auch der Name ein: „Ort der hängenden Steine„ oder Stonehenge. Ich bin von Nordost gekommen und durch das Tor zwischen den Steinen, durch das die Mittsommersonne beim Aufgehen einfällt und Heel Stone und Mittelpunkt miteinander verbindet, in den Kreis eingetreten. Sofort habe ich das Gefühl oder eher gesagt das Empfinden von einer sehr alten, mächtigen Energie. Kräfte, die ich so in meinem Leben noch nicht gespürt habe. Ich bleibe stehen, um mich zu besinnen, und meine Kraft und Macht zu sammeln.

In meinen Gedanken formiert sich der Satz: „Es ist töricht, den großen Ring unvorbereitet zu betreten„ Ich werde also warten, bis die richtige Stunde zum Betreten naht. Man muss viel lernen, bevor man einen Fuß auf heiligen Boden setzen darf. Ich werde die Schwelle der Abenddämmerung nutzen … den Ritus des Überganges … Ja, das wird die richtige Zeit sein. So war es vor Jahrtausenden, und so wird es jetzt auch wohl richtig sein.

Und was erlebte ich bis dahin? – Einen vollkommenen Sonnenuntergang. An die Stelle, wo ich saß, sandte die Sonne lange rote Lichtstrahlen zwischen den Steinen hindurch, die jetzt im Schatten der Abenddämmerung fast schwarz aussehen. Bald war ich von den Nachtgeräuschen der Ebene umgeben und die mächtige Silhouette, die vor dem Sternenhimmel stand, ließ mich wie einen Zwerg erscheinen.

Selbst mit geschlossenen Augen beherrscht das Bild und die Präsenz der großen Steine mein Dasein. Wie ein ungeheuer großes, vor Energie pulsierendes Lebewesen, das Beachtung verlangt. Wie sehr ich mir wünschte, die Steine würden Stimmen haben, um von ihren stummen Jahren der Weisheit zu erzählen – an diesem Ort, einem Eingangsort zu dem Erbe so vieler Kulturen.

Und dann kam mir die Idee. Hatte ich doch die Möglichkeit, in einen leichten Versenkungszustand einzutreten und geistig mit dem Objekt zu verschmelzen, um einen Bericht seiner vergangenen Zeit zu erhalten. Eigentlich war dies nichts anders, als die darin gespeicherte Energie in sich aufzunehmen. Das ist doch bestimmt auch mit Steinen möglich.

Die Idee reizte mich. Und damit war es eine beschlossene Sache. Mit langsamen, vorsichtigen Bewegungen drehte ich mich um und berührte meinen Stein. Das Blut pochte in mir wild in den Adern. Ob vollständig oder nicht, der Kreis ragt immer noch schauder­erregend und ehrfurchtsvolle Furcht einflößend, die keinen Grad an Selbstbeherrschung zu beeinflussen vermochte, vor dem Himmel empor. Beunruhigt von dieser düsteren Präsenz zwang ich mich, die Augen zu schließen und streckte unsicher die Hand aus, um die kalte Oberfläche des Steines zu berühren.

Endlose Minuten lang versuchte ich dann erfolglos, meinen Atem zu besänftigen, damit er so tief und regelmäßig wurde, wie es für die Aufnahme notwendig war. Schließlich, als ich schon müde und erschöpft wurde, legte sich die Ruhe des Versenkungszustandes über mich und das innerste des Wesens des Steines wurde mir bewusst.

Doch hier und heftig brachen blendende Farbexplosionen aus der Dunkelheit in mir hervor. Regenbogen aus Licht ließen Visionen über Visionen entstehen, deren Zahl ich heute nicht mehr zählen kann, bis ich spüren konnte, wie die Grenzen der Realität wegglitten. Ich kämpfte verzweifelt darum, meine Hand von dem Stein zu lösen, um die Verbindung zu unterbrechen – doch es war vergeblich.

Eine letzte Vision überkam mich. Und dann … war alles verschwunden. Dunkelheit und Schweigen drangen schwer in mich hinein, und ich fühlte mich wie ein schwacher Mensch, der ich nun einmal auch war. Im Geist hörte ich nur die Stimme: „Dummer Junge, glaubst du wirklich, dass dein ungeweihter Geist die Wunder der alten Welt festhalten könnte?“

Meine Begleiterin hatte mich wohl gesehen und rannten schnell zu mir. Mir wurde eine Flasche Wasser an die Lippen gesetzt, und ich trank in tiefen Zügen das Wasser von der Blutquelle in Avalon. Bald durchströmte mich die Kraft des heiligen Wassers, und ich kam wieder zu mir. Die Sonne war untergegangen, der Mond stand am Himmel.

Doch sobald meine Augen nochmals auf jenen Riesenbau fielen, strömten die Erinnerungen an diesen Abend rasch zurück, dass ich augenblicklich wusste, was geschehen war.

Ich glaube, ich habe doch etwas Unbesonnenes getan. Wäre ich noch etwas tiefer in die Steinversenkung gefallen, dann hätten mich wohl nicht mal die Künste Merlins wieder zurückholen können. Ich hätte wohl sterben können. Der Übergang in die Anderswelt wäre so einfach gewesen. Aber in Anbetracht dessen, dass man mich verschonte, sollte ich wohl allen Göttern Dank sagen.

Bei hellem Tageslicht wirkt Stonehenge noch weitaus massiver als während des Halbdunkels in der Nacht. Ich frage mich, ob nicht vielleicht die großen Steine ihr Hoheitsgebiet mit einem unsichtbaren Feld schützen………..



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Produktinformation

  • Herausgeber: ‎Lübbe
  • Erscheinungstermin: ‎23. September 2025
  • Auflage: ‎1. Aufl. 2025
  • Sprache: ‎Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe:  672 Seiten
  • ISBN-10: ‎3757701232
  • ISBN-13: ‎978-3757701239
  • Preis: 36,00 Euro