4 – Von Steeg nach Holzgau, 5 km 1,5 bis 2h, +130/-140 hm

Der Weg führt uns heute von Steeg nach Holzgau. Beim wildromantischen Wasserfall lädt eine Kneippanlage zum Wassertreten und Verweilen ein. Zum Tages Abschluss woolen wir noch auf die Jöchelspitze.

Im Lechtal geht es heute auf eine kurze Etappe von nur 5 km, denn wir wollen am Nachmittag noch auf die Jöchelspitze mit der Jöchelspitz-Bahn 1.800m fahren.

Aus dem Prospekt: Die Bergtour auf die 2226m hohe Jöchelspitze beginnt bei der Talstation der Lechtaler Bergbahnen im Bacher Ortsteil Benglerwald. Hierher gelangt man entweder mit dem Auto (Parkplatz vorhanden), mit dem Bus oder zu Fuß. Weiter geht der Weg entlang einer Forststraße bis zur Bergstation der Lechtaler Bergbahnen. Die Bergstation liegt auf etwa 1800m, während der Saison kann man auch mit dem Lift hierher fahren. joechelspitze

Bei der Bergstation endet der breite Forstweg und ein Pfad führt weiter bergauf über die alpinen Bergweiden. Nach etwa 3 Stunden erreicht man den Gipfel des Grasberges. Ein weiterer Aufstieg beginnt in Holzgau und führt über die Schiggen auf einem markierten Weg auf die Jöchelspitze. Gehzeit etwa 3 bis 4 Stunden. Trittsicherheit auf allen Routen erforderlich!

Vom Gipfel aus kann man in etwa 1,5 Stunden weiter über den Lechtaler Panoramweg nach Bernhardseck, nach Holzgau oder wieder nach Bach bzw. der Bergstation „Lechtaler Bergbahnen“ absteigen. Nahe der Bergstation Jöchelspitze befindet sich das Lechtaler Bergheumuseum das Sie bequem mit der Bergbahn erreichen. Es dokumentiert die beschwerliche Arbeit und die kargen Verhältnisse, unter denen die Tiroler Bergbauern einst lebten.

Doch beginnen wir doch erst einmal nach dem Frühstück und der Busfahrt nach Steeg mit unserer Wanderung auf dem Lechweg. Kurz hinter Steeg passieren wir einen schönen Wasserfall. Von einer kleinen Anhöhe haben wir einen tollen Blick über den Lech und erreichen schon wenig später Holzgau. Hier zieren Lüftlmalereien aus dem Spätbarock so manche Fassade und zeugen vom Reichtum vergangener Zeiten. Sie ahmen Architekturelemente nach und zeigen den Hauspatron oder das Hauszeichen. Aber auch biblische Szenen oder Motive aus dem bäuerlichen Alltag und der Jagd sind zu sehen.20160626_124128-1

Sehenswert ist die Architektur des »Dengeles Hauses« sowie die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt mit den Altarbildern von Johann Jakob Zeiler und Joseph Keller. In der Sebastianskapelle von 1497 sind noch Fresken aus der Erbauungszeit erhalten.

In der Schaubrauerei können Sie den Weg zum fertig gezapften Bier verfolgen und gleich eine Kostprobe nehmen. Das Hotel Neue Post direkt am Dorfplatz schreibt ein Stück Tiroler Tourismusgeschichte. Für seine Architektur zeichnet der Innsbrucker Hans Fessler verantwortlich – ein Schüler von Clemens Holzmeister. Beide gehörten zu einem Architektenkreis, der maßgeblich die internationale Tourismusarchitektur in der Zwischenkriegszeit prägte.

Die Lechweg Etappe ist geschafft. Wir haben heute etwas gebummelt, denn der gestrige Tag war anstrengend. Jetzt ins eigene Auto und auf zur Talstation der Jöchelspitzbahn – etwas entspannen. Bis morgen!20160214_114521