Mit über 250 Veranstaltungen in 122 Denkmalen an 58 Orten lädt die Metropolregion Hamburg zum fünften Mal zu den „Tagen der Industriekultur am Wasser“. Hafenanlagen, Schleusen und Schiffe, Leucht- und Wassertürme, Brücken und Mühlen, Fabriken und Kraftwerke geben am 28. und 29. September Einblicke in die Welt der Industriekultur am Wasser.

20190920_125036

(Bild: Foto: floriantrykowski | fotografie)

Die Tage der Industriekultur am Wasser stellen Orte der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg vor, die oftmals weitgehend unbekannt sind. Das verbindende Element ist die Technik, die Wasser nutzt, Wasser beherrscht und am Wasser liegt.

In diesem Jahr gibt es einige Neuzugänge: Das Kernkraftwerk Krümmel in Geesthacht war bei Inbetriebnahme der stärkste Siedewasserreaktor der Welt. 2011 wurde es stillgelegt. Die Stilllegung und der Rückbau werden Thema der Vorträge sein.

Um das Hochofenwerk Lübeck, einst ein riesiger Komplex an der Trave, in dem fast 3000 Menschen gearbeitet haben, dreht sich alles im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk.

Ihre Premiere feiert auch die Fähre Fischerhütte in Steenfeld: Die letzte erhaltene Kettenfähre am Nord-Ostsee-Kanal überquerte 40 Jahre den Kanal.

In Hamburg neu dabei sind der Hafen von Altona, dessen Entwicklung bei einem Stadteilrundgang Thema sein wird, die Historische Hamburger Hafenbahn am Schuppen 50/51 sowie ein Getreidesilo in Hammerbrook. In dem Speicher von 1925, der sonst nicht zugänglich ist, wird auf Rundgängen die Funktion des Getreidesilos erläutert.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Neuzugänge, wie das Alte Wasserwerk Neumühle in Schwerin. Am Neumühler See ging dort 1890 das erste Wasserwerk in Betrieb. Die stillgelegte Anlage dient inzwischen Künstlern für Veranstaltungen und Ateliers. Hier lockt ein Programm aus Führungen, Ausstellungen und einem Konzert des Berliner Jazz-Quartetts „Die Therapie“.

In Wismar öffnet ein Getreidespeicher in der Altstadt, bevor er zu einem Wohnhaus umgebaut wird. Prominent am Alten Hafen von Wismar informiert das neu gegründete Maritime Traditionszentrum. über die örtliche Großwerft, die Zeit der Hanse und die im Alten Hafen liegenden Schiffe.

Die Wassermühle von Lübz in der Altstadt arbeitete bis 1989 allein mit Wasserkraft. Wesentliche Teile der Technik blieben erhalten und können besichtigt werden. Das Wasserkraftwerk in Zülow östlich von Sternberg nutzt seit 1924 zur Stromproduktion das Gefälle der Mildenitz von 22,5 Metern. Das sonst nicht zugängliche Werk öffnet für das Industriefestival seine Tore.

Beliebt sind die Fahrten und Besichtigungen der zahlreichen historischen Frachtschiffe und Fähren. Ein Höhepunkt ist das Gaffelsegler-Treffen sowie der maritime Ewer-Markt in Glückstadt. Als Neuling stellt sich dort der Fischewer „Catarina“ vor. Zum ersten Mal dabei ist auch der 1876 gebaute Alsterdampfer »St. Georg«, der zwischen Jungfernstieg und dem Museum der Arbeit in Barmbek pendelt.

Das Besondere an vielen Industrieobjekten ist auch das damit verbundene Naturerlebnis. Bei geführten Spaziergängen lassen sich die Ostebrücken in Hechthausen erkunden.

5-3-2-do-pressefoto-tdik-06

Ostebrücke Eisenbahn Hechthausen
(Bild: Sven Badura)

Auch die Schleuse Veringkanal in Hamburg bietet einen Kanalspaziergang an. Auf der Elbinsel Kaltehofe führt der Rundgang durch das Außengelände des Wasserwerks. In Neumünster geht es entlang der Schwale, um zu zeigen, wie das Wasser in der Stadt die Arbeit und das Wohnen beeinflusst hat. Lübeck bietet Rundgänge zu beweglichen Brücken und zur Nutzung der industriellen Hafenanlagen an. Soltau lädt ein zu einer Industrie- und gartengeschichtlichen Fahrradtour entlang der Böhme.

In Cuxhaven geht es mit dem Rad durch das gesamte Hafengebiet, in Lauenburg zu den Industriedenkmalen und in Teldau ist die Fahrradtour zum Hochwasserschutz der Region bereits ein Dauerbrenner.

Spezielle Familien-Programme bietet zum Beispiel das Hafenmuseum Hamburg, das Cuxhavener Museum »Windstärke 10« und der Harburger Binnenhafen an. Im Kreismuseum Prinzeßhof in Itzehoe können Kinder Beton-Gießen. In der Amtswassermühle Moisburg und der Wassermühle Karoxbostel in Seevetal können Kinder Schrot mahlen und sieben.

Erneut beteiligen sich auch maritime Highlights in Rostock, Wittenberge, Rendsburg oder Kiel. Rostock nimmt mit zahlreichen Schiffen des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums an der Veranstaltung teil. In Warnemünde kann der Leuchtturm bestiegen werden. In Rendsburg geht es mit dem Erklimmen der Hochbrücke, einem der größten Stahlbauwerke in Europa, hoch hinaus und in dem Fußgängertunnel tief unter den Nord-Ostsee-Kanal.

5-3-2-do-pressefoto-tdik-04

Howaldtsche Metallgießerei Kiel
(Bild: Sven Badura)

In Kiel wieder dabei ist die Howaldtsche Metallgießerei, der Tonnenleger »Bussard« und das Schifffahrtsmuseum in der alten Fischhalle.

Die „Tage der Industriekultur am Wasser“ werden alle zwei Jahre von der Metropolregion Hamburg organisiert. Die Hamburg Marketing GmbH unterstützt das Projekt. Die Metropolregion Hamburg ist Mitglied im Europäischen Netzwerk der Industriekulturrouten ERIH (European Route of Industrial Heritage).

Das komplette Programm zum Download und bestellbar sowie weitere Informationen zur Industriegeschichte sind verfügbar unter:
http://www.tagederindustriekultur.de

Tage der Industriekultur am Wasser und in unserer Region – Cuxhaven und Umzu

Hechthausen – Ostebrücken

Feldstraße sowie Hauptstraße / Hohenlucht (B73), 21755 Hechthausen

Geführte Spaziergänge zu der Straßen- und der Eisenbahnbrücke mit Sven Bardua
Treffpunkt am Schöpfwerk des Deichverbandes am Ende der Feldstraße

Samstag, 28.09, 11:00 und 15:00 Uhr

9-schwebefaehre-osten-bild-1

Osten – Schwebefähre

Deichstraße 1, 21756 Osten / Am Ostedeich, 21745 Hemmoor

Die Fähre kann besichtigt werden.
Leider kann die Fähre aufgrund eines technischen Defekts derzeit voraussichtlich nicht fahren, aber die Schranken sind geöffnet und die Gondel kann besichtigt werden. Es gibt einen Einblick in die Geschichte und Technik, Lesungen aus dem Buch „Über die Oste – 100 Jahre Schwebefähre“ und  aktuelle Informationen zum derzeitigen Stand zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Samstag, 28.9. und Sonntag, 29.9., 11:00 – 18:00 Uhr

Otterndorf – Schöpfwerk

Schleuse 9, 21762 Otterndorf

Führung durch das Schöpfwerk mit Erläuterungen zum Thema Entwässerung im Sietland.
Samstag, 28.09. und Sonntag, 29.09. | 12:00, 13:30 und 15:00 Uhr,
Dauer jeweils ca. 45 Minuten

Das Schöpfwerk kann besichtigt werden
Samstag, 28.09. und Sonntag, 29.09. | 12:00 bis 16:00 Uhr

Cuxhaven – Alter Hafen

Am Schleusenpriel/Am Alten Hafen, Kapitän-Alexander-Straße, 27472 Cuxhaven

Fischereihäfen

Kapitän-Alexander-Straße, Präsident-Herwig-Straße, Neufelder Straße, Baudirektor-Hahn-Straße, 27472 Cuxhaven

Hafenführung auf dem Rad: Per Fahrradtour werden der Alte Fischereihafen “AFH“ sowie die anderen Häfen besucht, u.a. auch der ehemalige Auswanderer-Bahnhof mit dem Amerikahafen und dem Steubenhöft. Dabei besteht die Möglichkeit die alten HAPAG Hallen, die alten Fischhallen, sowie weitere, unter Denkmalschutz stehenden Objekte, zu besichtigen. Schwerpunkt wird die Geschichte des Hafens und der Fischerei in Cuxhaven sowie die zukünftige kulturelle & wirtschaftliche Entwicklung sein. Zwischendurch besteht die Möglichkeit eine kleine Erfrischung in der historischen NORDSEE KANTINE zu sich zu nehmen. Als Abschluss steht ein zünftiges Krabben Pulen auf dem Programm. Fahrräder können bei Bedarf gemietet werden.

Samstag 28.09. undSonntag 29.09.2019 | 11:00 Uhr
Treffpunkt: Alter Fischereihafen, vor der ALTEN NORDSEEKANTINE
Krabben Pulen und Mieträder nur nach Anmeldung, 5 Tage im Voraus zu ortsüblichen Preisen unter 0174/6976144 oder galerie-ae@gmx.de

Teilweise Sperrgebiet, daher bitte Personalausweis bereithalten.

Semaphor

Bei der Alten Liebe 11, 27472 Cuxhaven
Tafeln informieren über den Windsemaphor

Samstag 28.09. und Sonntag 29.09.2019 | ganztägig

Feuerschiff »Elbe 1«

Bei der Alten Liebe, 27472 Cuxhaven
Open Ship mit Führungen

28.09. und 29.09.2019 | 11:00 – 16:00 Uhr 

Leuchtturm »Dicke Berta«

Altenbrucher Hafen, Am Deich, 27478 Cuxhaven-Altenbruch

Führungen mit Ausblick

Der Leuchtturm kann besichtigt werden, Führungen bei Bedarf.
Bei guter Wetterlage: Geschicklichkeits-Wurfspiel für Kinder und Erwachse mit kleinen Preisen.
Samstag 28.09. und Sonntag 29.09.2019 | 11:00 – 17:00 Uhr

Museum »Windstärke 10«

Ohlroggestraße 1, 27472 Cuxhaven

Führung durch das Museum

Die Führungen sind im Eintritt inbegriffen.
Samstag 28.09. um 14.00 Uhr
Sonntag 29.09. um 12.00 Uhr

Seestern & Co: Bastelaktion für Kinder zu maritimen Themen

Die Teilnahme an der Bastelaktion sind im Eintritt inbegriffen.
Sonntag 29.09. von 12.00 bis 15.00 Uhr
Eintritt: 9,50 €, Kinder 4,00 €, Familien 19,00 €

Buddelschiffbau

Sie wollten schon immer wissen, wie das Schiff in die Flasche gekommen ist? Heute haben Sie Gelegenheit, einem erfahrenden Buddelschiffbauer über die Schulter zu schauen und sein kunstvolles Handwerk zu bewundern!
Die Teilnahme ist im Eintritt inbegriffen.

Samstag 28.09. von 10.00 – 17.00 Uhr
Die Teilnahme ist kostenlos.

Wurster Nordseeküste

Deichmuseum Land Wursten

Poststraße 16, Ortsteil Dorum, 27639 Wurster Nordseeküste,

Die Führung durch das Deichmuseum erläutert die regionale Deichbaugeschichte mit Schwerpunkt Elbe-Weser-Dreieck im niedersächsischen Küstengebiet.
Samstag, 28.09. und Sonntag, 29.09. | 14:00 Uhr

Besichtigung der Dauerausstellung

Samstag, 28.09. und Sonntag, 29.09. | von 14:00 bis 17:00 Uhr

 

Weitere Informationen zum „Tage der Industriekultur am Wasser

Das Programm – Tage der Industriekultur am Wasser – zum Downloadhttps://metropolregion.hamburg.de/contentblob/12734114/783d670e37db50d000b4eb997fba1cb9/data/2019-programmbroschuere.pdf

Programmübersicht nach Orten
https://metropolregion.hamburg.de/industriekultur/8881126/programm/

 

 

 

 

 

,