Gleich zweimal im Jahr findet der Fleckenmarkt in Cuxhaven statt. Der fünftägige Frühjahrsfleckenmarkt beginnt immer an Christi Himmelfahrt, während der Herbstfleckenmarkt um den Tag der Deutschen Einheit öffnet. Der Ritzebütteler Marktplatz verwandelt sich dann jeweils in eine Kirmesmeile. Hier finden die Großfahrgeschäfte, Kinderkarussells, Vergnügungsbuden und Imbissstände der Schausteller ihren Platz.

20191002_112636

Der Fleckenmarkt in Cuxhaven kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Am Sonntag vor Pfingsten anno 1751 fand der erste Fleckenmarkt statt. Lange Jahre handelt es sich dabei um Krammärkte, später auch um Viehmärkte. Im Verlaufe der Zeit wandelt sich der Charakter mehr und mehr zum Jahrmarkt, bei dem das Vergnügen im Mittelpunkt steht. Höhepunkte der heutigen Cuxhavener Fleckenmärkte sind der Familientag, der Schnippeltag und das abschließende Höhenfeuerwerk

Aus Cuxpedia: Mit der Ernennung der Gemeinde Cuxhaven zur Stadt im Jahre 1907 wird erstmals am 9. Oktober der Markt auf den Herbst verlegt, was bis heute Marktzeit geblieben ist. Gleichzeitig werden hiermit der Ritzebütteler Krammarkt und drei Viehmärkte zusammengefasst.

Mit Freiwerden des heutigen Marktplatzes durch den Abriss der dortigen Vorwerke im 19. und 20. Jahrhundert und seiner Erweiterung nach Süden in den 1960er Jahren verlagert sich der Markt auch zunehmend mit auf diesen heutigen Marktplatz.

Mittlerweile hat sich das Gesicht des Marktes etwas gewandelt, vom Wirtschaftsmarkt hin zum Vergnügungsmarkt. Nicht mehr zu finden ist der Viehmarkt und ebenso wenig der Handwerker oder Händler, abgesehen von den kleinen Wanderhändlern. Statt des `Kasperle´ die `Krake´, statt der Drehorgel über das `Orchestrion´ das Diskozelt, statt ´Jonas der Wal´ der `Alaska-Express´. Nur ´Hau den Lukas´scheint zeitlos zu sein. Aber ebenso gehört der Autoscooter, das Riesenrad oder das Karussel noch dazu. Seltener geworden sind dann schon das Ketten-Karussel, die Steilwandkaskadeure oder die Überschlag-Schaukel, genannt Affenkäfig.

Eine Cuxhavener Fleckenmarkt-Institution ist der im historischen Marktwagen vor den Augen der Genießer zubereitete und gebackene heiße Berliner. Und was sich noch mit den Jahrzehnten und Jahrhunderten entwickelt hat sind die großen Namen der Schausteller- oder Beschickerdynastien: De Ville, Keuneke oder andere.

Eine Besonderheit ist der auch heute noch gängige Name `Fleckenmarkt´, begründet durch seine regionale Herkunft, dem Flecken Ritzebüttel.

Eine weitere Besonderheit: Es kann sein, dass ein Leichenzug aus der Martinskirche auf dem Weg zum Friedhof den Markt queren muss. Und letztlich kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass am Marktwochenende Regen zu erwarten ist.

Alles WICHTIGE dazu hier
https://tourismus.cuxhaven.de/events/detail.php?menuid=563&topmenu=196&eventid=15098