Am Anfang stand die Frage im Raum: „Kann man 50% Steigung überhaupt laufen?“ Bei gesundem Menschenverstand, heißt die Antwort NEIN! Aber man kann es ja einmal versuchen. Oder?

50% so sagt es das Verkehrsschild. Aber kann man sich darauf verlassen? Ich meine schon. Und das dann Laufen (wenn man das Laufen nennen kann) bei einem Schnitt von….????

Den Hinweis auf diese Strecke bekam ich von einem Blog-User. Mit dem Fakten, das es im Wallis eine Straße mit 50% Steigung geben soll. Von Aproz geht es über Cor nach Les Bioleys. Ab dem Punkt 777 soll es dann richtig steil werden – und es wurde richtig steil.

50% Steigung laufen geht das?

Ich hatte mir schon einen Schlachtplan ausgedacht wie ich am besten den Lauf bewältigen könnte. 50% ist schon gewaltig, aber nach den 24% am Passo Nigra, den maximal 15% auf den 13.8 km nach Alpe d’Huez und den maximal 13% in den Kehren rauf auf die Bieler Höhe an der Silvretta, dachte ich…..? Naja, eigentlich dachte ich Nichts, so meinte wenigstens meine Frau.

Ich war schon recht aufgeregt und startete recht schnell um dann ein wenig später in einem moderatem Tempo zu Laufen. Es war schon zu Beginn recht anstrengend und auf der Hälfte der Strecke wusste ich schon dass meine Tempo nicht das Optimal war – ich war zu schnell!. Aber ich biss die Zähne zusammen und verringerte etwas das Tempo. Ich wollte eigentlich die Füße gerade aufsetzten aber dies war bei der 50 prozentigen Steigung nicht möglich. Ich musste auf den Fußballen laufen was sich für meine Waden als sehr problematisch erwies. Der Lauf zog sich immer mehr und mehr, die Straße wurde immer länger und länger und steiler!

Doch plötzlich machten meine Waden zu. Ohhhh NEIN!! Nicht jetzt!! Nicht so kurz vor dem Ziel! Ich mobilisierte jetzt die letzten Kraft Reserven und gab noch mal alles. Und dann……… das Ziel!!! Naja geschafft war nicht nur das Ziel „50% Steigung laufen“, sondern auch ich. Das war ein hartes Stück Arbeit! Hi Hi Hi Hi!! Die Waden waren hart wie Stein aber das war es Wert!

Vielleicht versuche ich es jetzt einmal beim Vertical Up in Gröden mit einer maximalen Steigung von 57%. Oder beim Vertical Up in Kitzbühl mit einer maximalen Steigung von 85% – das ist dort wo im Winter die Skifahrer- Berg runter – ihr Leben riskieren.

Fazit meines Selbstversuches ist: Ja, man kann es, und werde ich es noch einmal versuchen? Nein, das werde ich sicher nicht…..SICHER NICHT!