Den größten Nervfaktor mit 50 Prozent bilden dabei lärmende Reisegruppen. Betrunkene Passagiere, das ungefragte Besetzen beider Armlehnen (jeweils 47 Prozent) und Schnarchen (43 Prozent) stehen auf Platz 2 und 3 der nervigsten Flugerlebnisse.

Laut und lästig: Hüttengaudi im Flieger
Es wird Winter, die Ski-Saison beginnt: Insbesondere auf Flügen in die Alpen ist das Risiko besonders hoch, Reisegruppen zu begegnen, die ihre Anreise lautstark dafür nutzen, sich auf spätere Trink-Eskapaden vorzubereiten – sehr zum Leidwesen vieler Mitreisenden. „Lärmende Reisegruppen landeten bei unserer Umfrage auf Platz 1 der unbeliebtesten Sitznachbarn im Flugzeug und sind für jeden zweiten der Befragten nervenraubend. Ähnlich störend wurde ausufernder Alkoholgenuss bei anderen Passagieren eingestuft, der für 47 Prozent ein No-Go ist.

Mein Urlaub, mein Handtuch, meine Armlehne
Neben Turbulenzen lässt besonders eines bei Passagieren den Blutdruck in die Höhe schnellen: der Kampf um die eigene Armlehne. Insgesamt 47 Prozent der Befragten fühlen sich genervt, wenn der benachbarte Fluggast vorschnell die Lehne für sich vereinnahmt. Bei Armlehnen machen aber die Fluggesellschaften keine Vorgaben. Der Anstand gebietet jedoch, bei Dreierreihen dem Reisenden in der Mitte beide Lehnen zu überlassen. Bei Zweierplätzen gilt dabei die altbekannte Regel: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Beim Verstellen der Rückenlehne sollte man dem Hintermann hingegen stets vorher ein Zeichen geben.

Schwieriger ist es jedoch beim Nervfaktor Schnarchen vorzuwarnen. 43 Prozent der deutschen Flugreisenden stören sich am benachbarten „Baumsägen“. Seltener, aber nicht weniger ärgerlich ist es, wenn der Kopf des Sitzpartners im Schlaf auf der eigenen Schulter landet. Immerhin ein Viertel (26 Prozent) der befragten Reisegäste fühlt sich dadurch belästigt.

Zeichnungen cartulli – CCC Cuxhaven-Cartoon-Center


Gurgel, Schlürf, Schmatz – die Bordmahlzeit als Zankapfel

Misophonie – den Hass auf Geräusche – nennen Neurowissenschaftler die verminderte Toleranz gegen wiederholende Geräusche. Auch frei von neurotischen Störungen können viele Deutsche diese Abneigung spätestens im Flugzeug nachempfinden. Wenn der Sitznachbar genussvoll schmatzend und quälend langsam am Putenbrust-Sandwich aus der Bordverpflegung nagt, stellen sich zumindest bei 40 Prozent der Deutschen regelmäßig die Nackenhaare auf. Das lautstarke Schlürfen des obligatorischen Tomatensafts, Kaffees oder Tees stört wiederum nur 18 Prozent der Befragten. Besonders unbeliebt sind Passagiere, die ihr eigenes stark riechendes Essen mitbringen (33 Prozent). In Südostasien etwa sorgt die süß-faulig riechende Durianfrucht, auch Stinkfrucht genannt, regelmäßig zu verzögerten Flugzeugstarts.

„Wir müssen reden“: über aufgezwungene Gespräche im Flugzeug
Besonders Vielflieger nutzen den Flug gerne, um sich vor Ankunft am Reiseziel etwas Ruhe zu gönnen. Umso nervtötender, wenn der Flugneuling auf dem Nebenplatz seine Unruhe durch ein Pläuschchen zu bekämpfen versucht. „Aha“, „oh“, „interessant“ – bereits 24 Prozent der Deutschen können von ungewollten Konversationen im Flugzeug berichten. Ebenso unbeliebt ist, wenn der Nachbar private Details nicht nur im Gespräch, sondern über die Lautsprecher seines Smartphones teilt: 24 Prozent der befragten Fluggäste stört es, wenn die Person nebenan Familienvideos ohne Kopfhörer schaut.

Eine bekannte Nebenwirkung von Nervosität und eine ebenso unbeliebte Angewohnheit von Erstfliegern: der häufige Besuch der Kabinentoilette. Ganze 32 Prozent der deutschen Reisenden sind genervt, ständig für den Nachbarn aufstehen zu müssen.

Das Geheimnis der Gelassenheit
Trotz aller Störfaktoren darf man eines nicht vergessen: Je öfter man fliegt, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst schon einmal zum anstrengenden Sitznachbarn wurde. Der kleine Perspektivwechsel und die Vorfreude auf das lang ersehnte Urlaubsziel löst einen nervigen Moment schnell in Luft auf.

Die Studie stammt von der Flugsuchmaschine SWOODOO Infos dazu über
www.SWOODOO.com