Auf allen Kontinenten dieser Welt gibt es die Möglichkeit, das eigene Wissen durch einen Museumsbesuch zu erweitern und immer wieder neue Erkenntnisse zu erlangen. Zum Internationalen Museumstag am 15. Mai 2022 präsentieren wir sechs Museen, die kaum unterschiedlicher sein könnten, aber auf ihre eigene Art und Weise garantiert all ihre Besucher in den Bann ziehen.

The Dutch Onion auf den Malediven
Mitten auf der „Sunny Side of Life“ gibt ein kulturelles Highlight, an das Besucher der Malediven vielleicht nicht als erstes denken würden: Das Cora Cora Maldives Resort bietet mit dem Museum The Dutch Onion interessante Einblicke in die ursprüngliche Kultur des Inselstaates und beherbergt außerdem die zweitgrößte Sammlung maledivischen Kulturerbes. Ein Teil des Museums ist die ethnographische Sammlung Lobby Galerie, in der den Besuchern die Geschichte der Malediven und ihrer Inselbewohner auf eine spannende Art und Weise nahegebracht wird.

Der zweite Teil des Museums ist der beeindruckende Außenbereich, den Gäste im Herzen der Insel finden. Herzstück des Outdoormuseums ist ein komplett erhaltenes versunkenes Bad aus der vorislamischen Zeit, das größtenteils ausgegraben wurde. Außerdem haben Kulturinteressierte hier die Möglichkeit, ein 120 Jahre altes traditionelles Haus zu besuchen und ein wenig in vergangene Zeiten zu reisen, um Eindrücke in den früheren Alltag auf den Malediven zu erlangen.

Arizonas Mini Time Machine Museum of Miniatures
Im Süden Arizonas, genauer in der Stadt Tucson, findet man dieses auf den ersten Blick sehr kuriose Museum. Gegründet wurde das Mini Time Machine Museum of Miniatures von Walter und Patricia Armell mit der Grundidee, dass Besucher des Museums durch die über 400 ausgestellten Miniaturhäuser und Zimmermodelle in verschiedene Epochen und Welten versetzt werden.

Tucson – Mini Time Machine Museum of Miniatures 2 (c)Mini Time Machine Museum of Miniatures

Die Ausstellung reicht von einem britischen Haus aus dem 19. Jahrhundert über ein irisches Märchenschloss bis hin zu einer winzigen Wild-West-Straßenlandschaft mit kleinen Tierfiguren auf Motorrädern. Neben der umfassenden Dauerausstellung gibt es regelmäßig auch Sonderausstellungen, die sich jeweils einem eigenen Thema widmen.

Das Parrish Art Museum auf Long Island
Das Parrish Art Museum auf Long Island hat sich seit Mitte der 1950er Jahre von einer kleinen, dörflichen Kunstgalerie zu einem der bedeutendsten Kunstmuseen Amerikas entwickelt. Heute beherbergt es insgesamt über 3.000 Werke zeitgenössischer Maler und Bildhauer wie John Chamberlain, Chuck Close, Eric Fischl, April Gornik, Elizabeth Peyton sowie Meister wie Dan Flavin, Roy Lichtenstein, Jackson Pollock und Willem de Kooning.

Parrish Art Museum (c) Discover Long Island

Ein besonderes Highlight ist die Architektur des Gebäudes: Das innovative Design, das von Licht, Wasser und Himmel inspiriert ist, integriert das Museum auf einmalige Weise in die Landschaft. Gelegen auf einer riesigen Wiese, ehrt das von den Architekten Herzog & de Meuron entworfene und von der Kritik gefeierte Gebäude die natürliche Umgebung des East Ends von Long Island.

Dalí-Museum in St. Pete
Das Dalí Museum in St. Petersburg ist mit über 2.000 Exponaten des bekannten Surrealisten die größte Dalí-Sammlung außerhalb Europas und gehört zu den obligatorischen Besuchspunkten in St. Pete/Clearwater. Aktuell bietet das Museum zusätzlich eine exklusive Ausstellung: Picasso and the Allure of the South zeigt 77 Gemälde, Zeichnungen und Collagen – etwa die Hälfte davon war noch nie in den USA zu sehen – aus dem Musée national Picasso-Paris, das die bedeutendste Sammlung des Künstlers ist.

The Dali Museum_1 (c) visitstpeteclearwater.com

Die Ausstellung umfasst eine außergewöhnliche Auswahl an Porträts, Stillleben, figuralen Studien und Landschaften, die Picassos langjährige Beziehung zu den Kulturen seiner Heimat und Südfrankreichs widerspiegeln und einen neuen Zugang zum Studium von Picassos berühmtem Werk bieten.

The exterior of Frank Lloyd Wright’s Taliesin West at sunset. Credit Jeff Noble for Experience Scottsdale


Das Taliesin West in Scottsdale
Für Architektur-Interessierte gehört das Taliesin West in Scottsdale zum absoluten Pflichtprogramm. Das Gebäude ist die ehemalige Winterresidenz des Stararchitekten Frank Lloyd Wright, die erst kürzlich zusammen mit sieben weiteren Stätten des bekannten amerikanischen Architekten zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Mit dem Taliesin West schuf Wright im Jahr 1937 nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern gleichzeitig auch einen persönlichen Rückzugsort, der heutzutage einen intimen Einblick in Wrights Leben erlaubt.

Taliesin West_ 2(c)Andrew Pielage 2

Viele seiner Ideen entstanden an diesem abgeschiedenen Ort in der Wüste Arizonas. An Taliesin West wird Wrights Verständnis von organischer Architektur deutlich, die im Wechselspiel mit ihrer Umgebung steht – aus der richtigen Perspektive wirkt das Bauwerk wie die Augenbrauen des Bergs im Hintergrund. „Taliesin“ ist walisisch und bedeutet „strahlende Augenbrauen“.

Islands Sea Monster Museum
In Bíldudalur, einem kleinen Ort an der Küste Islands, gibt es die Möglichkeit, echte und auch weniger echte Ungeheuer zu bestaunen. Das Icelandic Sea Monster Museum hat es sich zum Auftrag gemacht, seinen Besuchern die verschiedenen Monster und Seeungeheuer des Nordens vorzustellen und von spannenden Sagen und schaurigen Geschichten der Seefahrer zu berichten. Auch die jüngsten Besucher finden hier Gefallen an den teils ungewöhnlichen Gestalten: An einem interaktiven „Monstertisch“ können Sie hier auf Ungeheuerjagd gehen und zu kleinen Helden werden, die die Meere sicher machen.

Sea Monster (c)Jeremy Bezanger

Reisende, die dieses oder auch andere Highlights in Island erleben möchten, können ausgesprochen günstig mit der isländischen Airline PLAY von Berlin nach Reykjavik fliegen.