Das Weltnaturerbe Wattenmeer wird von Läufern, Wanderern, Schwimmern, Seglern, Kitesurfern, Reitern, oder auch genutzt. Immer wieder kommt es aber zu Einsätzen für die Rettungskräfte. In der vergangenen Woche mussten die Retter innerhalb von vier Tagen drei Mal ausrücken. Das große Problem dabei ist nicht die Natur und das Watt, sondern der Mensch selbst, besser gesagt der Tourist, denn der beachtet viel zu oft die Regeln nicht

Manchmal die letzte Rettungsmöglichkeit!
Regeln MISSACHTEN beim Wattwandern können das Leben Kosten!
So werden zum Beispiel veröffentlichte Wattlaufzeiten oder Warnsignale am Strand ignoriert oder gekennzeichnete Prickenwege verlassen. Aber auch Wetterphänomene wie Sturm, Kälte, Gewitter oder Seenebel stellen eine Gefahrenquelle dar. Häufig werden auch Priele, die sich bei einsetzender Flut schnell füllen, unterschätzt. Gefahren, über die man sich vorher hätte erkundigen müssen.
Der Leitdamm an der Kugelbake ist kein Spielplatz
Zum wiederholten mal: Es herrscht Lebensgefahr am Elbe-Leitdamm nahe der Cuxhavener Kugelbake! Warum also können oder wollen es die Touristen nicht verstehen. Es herrscht dort Lebensgefahr Leute!! Immer wieder nur Ausreden: „…och, da ist doch nichts…., wir haben schon immer am Wasser gewohnt, wir kennen uns aus…., wir sind hier im Urlaub, zahlen Kurtaxe, und können so überall hin…Was ist das – Dummheit, Ignoranz…?

Bitte so NICHT!!
Doch was passiert, wenn mal etwas passiert? Wer muss dann sein Leben für die „leseschwachen“ Touristen riskieren – die Retter der DLRG und der Watt-Rettung!
Leute, ein wenig mehr gesunder Menschen-Verstand und mal die Warnhinweise lesen, rettet Ihr Leben und das Ihrer Retter. So macht dann auch der Urlaub sicher mehr Spaß!

Es sieht so harmlos aus, kann aber auch sehr gefährlich werden – also ACHTUNG!
Und noch einmal, das überklettern des Leitdammes und/oder das Schwimmen in der Elbe ist LEBENSGEFÄHRLICH. Danke. Lasst es doch einfach sein. Freut euch an der Natur des Watts, so macht dann auch der Urlaub mehr Spaß.
Damit so etwas nicht passiert, hat die DLRG eine Liste mit den wichtigsten Wattregeln erstellt. Hier die wichtigsten Tipps im Überblick:
Die Gezeiten
Vor dem betreten des Watts sollte man sich über die Hoch- und Niedrigwasserzeiten informieren. Die DLRG empfiehlt, zusätzlich eine Wasserstandsvorhersage einzuholen. Bei auflaufendem Wasser sollte grundsätzlich niemand ins Watt gehen. Eine gute Startzeit ist zwei Stunden vor dem Niedrigwasser. Dabei ist es besonders wichtig, auch den Rückweg zu bedenken.
Gute Vorbereitung
Schritt zwei beleuchtet den Inhalt des Rucksacks. Mit im Gepäck sollte laut den Lebensrettern eine Uhr und ein wasserdicht verpacktes Handy sein, um im Falle eines Notfalls Hilfe rufen zu können (112). Zusätzlich wird empfohlen, sich vor Beginn der Wanderung bei einer vertrauten Person abzumelden und Bescheid zu geben, sobald man wieder zurück ist. Aber auch Wasser, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung dürfen nicht fehlen, um sich vor der UV-Strahlung zu schützen.
Pricken und Schlickfelder
Schritt drei beschäftigt sich mit potenziellen Gefahrenquellen. Die DLRG appelliert an die Wattwanderer, sich über Schlickfelder und mögliche Betretungsverbote im Wattgebiet zu erkunden, um die Umwelt zu schützen und die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem sollte man den Prickenweg nie verlassen.
Die richtige Kleidung
Besonders wichtig ist geeignetes Schuhwerk, wie zum Beispiel Neoprenfüßlinge oder Turnschuhe. In einigen Bereichen drohen ansonsten Schnittverletzungen durch Muschelschalen, insbesondere durch Sandklaffmuscheln und der pazifischen Auster. Gummistiefel sind allerdings nicht zu empfehlen und können sogar zur Gefahr werden. Sollte es passieren, dass ein Wattwanderer im Schlickwatt einsinkt, saugen sich die Gummistiefel fest und verhindern das Befreien aus eigener Kraft.

Bilder und Cartoons die Storyfactory 2023
Nie alleine ins Watt
Nie alleine ins Watt gehen und keine tieferen Priele durchqueren. Gerade der Versuch, einen Priel zu durchschwimmen, kann aufgrund der starken Strömung tödlich enden. Wer diese Regeln befolgt, kann sich sicher durch den Nationalpark bewegen, doch die DLRG betont: „Am sichersten ist eine Wattwanderung mit einem Wattführer oder einer Wattführerin.“