In London hatte vor einiger Zeit, für ein Event, das erste 3D-Drucker-Restaurant in Form eines Pop Up Stores eröffnet. Von den Möbeln über Besteck bis zu den Speisen stammte dort alles aus 3D-Druckern.

Food Ink  hatte sich, vor einiger Zeit, im Londoner Stadtteil Shoreditch niedergelassen, um dort in seinem Restaurant die Vielseitigkeit des 3D-Drucks vorzuführen. Besucher konnten sich tagsüber über die Technologie informieren lassen, sahen 3D-Drucker im Einsatz und wer wollte, konnte auch Snacks aus dem 3D-Drucker probieren.

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Abends dann wurde aus dem Pop Up Store ein Restaurant, in welchem gleichzeitig 10 Neun-Gänge-Menüs für jeweils knapp 300 Euro serviert wurden – sieben davon stammten ebenfalls aus dem 3D-Drucker. Das Essen wurde live vor den Augen der Gäste zubereitet, während diese sowohl über die einzelnen Gänge als auch über diese neue kulinarische Technologie informiert wurden.

Das holländische Start-Up ByFlow war für die Maschinen zuständig, die das Essen ausdrucken, von BCN3D Technologies aus Barcelona hingegen stammten die Drucker, die das Besteck fertigen. Für Hocker, Tischbeine und weitere Möbelnutzte man Die Grasshopper-3D-Software sowie einen Delta Tower 3D-Drucker.

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Der 3D-Drucker Focus der Firmengründer Nina und Floris Hoff bildet den Schwerpunkt von 3D ByFlow. Firmengründerin Nina sieht die Zukunft ihres PopUp-Restaurants auch in der Vielfältigkeit, unterschiedliche und schmackhafte Gerichte anbieten zu können. Der 3D-Lebensmitteldruck sei ihren Angaben zufolge jedoch mehr als kulinarische Spielerei und habe erhebliche praktische Vorteile. Zum Beispiel sei die Technik für Menschen interessant, die Schwierigkeiten beim Kauen oder Schlucken ihrer Nahrung haben.

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Der Focus 3D-Drucker kann am besten pastöse Zutaten wie zerkleinerte Erbsen, Käse, Hummus, Mousse au Chocolat und Teig verarbeiten. Alle erforderlichen Zutaten befinden sich in Kartuschen und werden über die Düsen schichtweise aus den Teller extrudiert. Im Anschluss lassen sich verschiedene Kochtechniken wie das Backen einsetzen. Es lassen sich zum Beispiel „Luft-Kaviar“, Fish and Chips, Caesars Blume des Lebens oder mysische Garnelen mit Unterstützung des 3D-Druckers zubereiten.

…. und das alles kommt aus dem 3D-Drucker??IMG-20160520-WA0001

Fazit: Auch, wenn die 3D-Druck-Technologie sich gerade rasant entwickelt, dürfte es noch eine Weile dauern, bis tatsächlich so eine Kette an den Start geschickt wird. Auch, wenn die Entwickler Fortschritte machen, ist aktuell der 3D-Druck sowohl zu teuer für Restaurant-Besucher mit eher mittelgroßem Geldbeutel als auch viel zu langsam, um einen normalen Restaurant-Betrieb zu gewährleisten.

Eine Pizza, oder einen leckeren Burger aus dem 3D-Drucker? Na, ich weiß nicht? Ich muss das nicht haben und die Welt wahrscheinlich im Augenblick auch nicht – Euer Hö.

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