Irgendwie ist alles gerade noch mal gut gegangen. Das neue Jahr liegt noch so ganz frisch vor mir. Noch nicht strukturiert, durchorganisiert und exakt verplant.

Lebenserfahrung und gute, neue Vorsätze, das ist der Treibstoff, der uns durch die nahe Zukunft jagt. Denn Leute mit der Einstellung: „Huch, schon wieder ein neuer Tag – wo kommt der denn wohl her?“ werden den Anforderungen des neuen Jahrtausends wohl nicht gerecht.

Meine Ehefrau schaute mich etwas verwirrt an: „Kommst du jetzt etwa wieder mit deinen Gute-Vorsätze-Schwachsinn? Muss ich mir das auch dieses Jahr alles wieder anhören? Das packst du doch sowieso nie!“

Ja richtig – und es fiel mir siedend heiß wieder ein: Silvester vor einem Jahr hatte ich im Champagnerrausch meinen Lebensentwurf 2017, 2018 und weiter, aufgeschrieben. Und das, genau das, hatte sich meine Frau gemerkt. Sie wühlte derweil in einer Schublade, in der ich wohl alle wichtigen Dinge verwahre, Depotauszüge, Steuerbescheide, Wahlbenachrichtigungen und vieles, vieles andere mehr. Neulich erst fand ich zwei Scheiben Dresdner Christstollen in dieser Wunderschublade, Jahrgang 94, hart wie ein Stück Berliner Mauer. Die Dinger liegen jetzt in meinem Auto als Anfahrhilfe bei Glatteis.

Und schon ging’s los. Mit dem Triumphgeheul hielt mein Weib den Wisch in der Hand und ich rutschte in meinem Sessel zusammen. Ich vernahm nur die Worte: „Dass ich nicht lache – joggen wolltest du, jeden Tag joggen, na – und was war? Nix! Jeden Morgen bis 9 Uhr geschlafen, danach eine Stunde Frühstück mit Zeitung und dann bis 11 das Bad blockiert. Tolle Sache: ausgeschlafen, satt und gut informiert, aber keinen Schritt gelaufen!“

Sie lächelte mich kalt an, tätschelte meinen Kopf und meinte: „Natürlich hast du weniger gegessen, dafür aber öfters.“

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Na bitte, endlich mal ein klarer Punkt für mich. Aber schon kam die nächste Attacke: „… und hier dein zentraler Vorsatz: Du wolltest 3 bis 10 Kilo abnehmen. Abnehmen, das heißt weniger, nicht mehr essen!“

Okay, seit einiger Zeit trage ich meine Hemden über der Hose, im Stile von Dirk Bach oder Jürgen von der Lippe. Aber was soll’s 2018 werde ich meine Vorsätze radikal durchführen, davon kann mich keiner abhalten! Na ja – schauen wir mal.

Das war jetzt Satire. Aber es geht auch anders!

Vor einigen Jahren wog ich 126,5 kg – Stressesser – heute, sind es knapp an die 90 kg. Ich bin fit, schlank und fühle mich richtig gut drauf!

Fehler von allem damals, nur Essen ohne alles, macht dick, unansehnlich und man kann daran sterben. Besonders wenn man das alles mit Stress garniert. Klar wir wollen alle Steinalt werden, gesund bleiben und viel Spaß haben, bis ins hohe Alter. Aber das sind – mit viel Geld – vier Wünsche aufeinander und das geht nicht. Wir können alt und gesund bleiben, haben dann aber sicher nicht mehr viel Spaß. Oder wir haben richtig Spaß, werden dann aber nicht alt. Oder wir haben Geld, sind dann aber nicht gesund und werden dann auch nicht alt. Alles klar??

Ich bin jetzt 67! Aber mir geht es hervorragend, wirklich super! Danke. Es war vorhersehbar, das auch ich irgendwann 67 werden würde. 67 und mehr, was soll`s, ich bin fitter denn je. Ich denke mir immer, ist doch alles scheißegal, jung sind wir nur einmal!

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Schlimm wird es erst dann, wenn dir so ein 40jähriges Arschgesicht mit 30/40 Kilo Übergewicht ohne Haare auf dem Kopf, kann sich nicht mehr selber die Schuhe zubinden, sagt: „Du sahst aber schon mal besser aus“.

Fazit von meiner Seite: Man kann immer etwas ändern! Man muss nur damit anfangen. Also, nicht nur gute Vorsätze, sondern MACHEN, dann funktioniert es auch mit dem Leben.