Below the line: Marketing unterhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle. Statt Anzeigen, Werbetafeln und Spots wird mit gezielter Promotion, wie Direct Mail oder Events, die gewünschte Zielgruppe ohne Umwege und Streuverluste avisiert. Im Gegensatz zu breit gestreuten Werbebotschaften wie Plakate, Inserate und Spots, ist Below the line-Marketing oft wirksamer. Weil die traditionelle Werbung Above the line sich erschöpft hat, gilt Below the line sogar als Marketing der Zukunft.

Brain Drain: Der Abfluss von Wissenskapital. Unternehmen leiden darunter, dass ihnen Experten von Headhuntern abgeworben werden. Die Länder der Dritten Welt müssen mit ansehen, wie ihnen die Computerexperten, die sie hervorbringen, über kurz oder lang in die Industrienationen abwandern.

Blamestorming: Wie beim Brainstorming, von dem es abgeleitet ist, geht es darum, dass mehrere Leute in einem Raum ihren Gedanken freien Lauf lassen und sich spontan zu einem Thema äussern. Nur konzentrieren sich die kreative Anstrengung nicht auf das Hervorbringen neuer Ideen sondern darauf, den Schuldigen auszumachen, der das Projekt oder den Job verbockt hat.

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Cappuccino Worker ist ein Arbeitnehmer, der verschiedene Jobs bei verschiedenen Auftraggebern hat. Die Zusammensetzung ist wie bei einem Cappuccino: Der Hauptjob, der die Miete sichern sollte, entspricht dem schwarzen Kaffee. Dazu kommen als Milchschaum Nebentätigkeiten und als Schokopulver unregelmäßige Sonderprojekte.

Collaborative Filtering: Beruht auf der Hypothese, dass sich Menschen mit gleichen Interessen auch für ähnliche Suchergebnisse interessieren. Amazon macht sich das Prinzip erfolgreich zu Nutze, indem sie einem beim Buchkauf mitteilen, was andere Kunden, die das selbe Buch gekauft haben, noch für Bücher gekauft haben.

Cubicles: Legebatterieartige Aufteilung von Büroräumen in kleinere Einheiten durch Stellwände aus Pappe oder Sperrholz. Cubicles sollen den Anschein einer gewissen Privatsphäre am Arbeitsplatz erwecken und so die Legeleistung der Mitarbeiter steigern.

Face Time aus dem Englischen, wörtlich: Gesichtszeit, ist die Zeit, die man in direkter Kommunikation mit einem anderen Menschen verbringt.

Family, Friends und Fools: Bei der Finanzierung einer Unternehmensgründung kommt in den meisten Fällen in der allerersten Phase das Kapital von den Gründern selbst oder die drei „f’s“, Family, Friends und Fools – Verwandten, Freunden und risikoliebenden Verrückten, werden angepumpt. Dieses Kapital dient dann dafür, die Idee so weit auszubauen und zu verwirklichen, dass man den Venture Capitalists, den Risikokapitalgebern den ausgearbeiteten Businessplan vorlegen kann.

Googlability, die „digitale Reputation“ einer Person, ablesbar an den Fundstellen im Netz, die Google prominent verlinkt. Der Begriff Googlability setzt sich immer mehr durch. Er beantwortet die Frage: Was kommt eigentlich raus, wenn ich meinen Namen google?

Horizontaler Marktplatz: ist ein Begriff aus dem Internet. Ein Marktplatz auf dem alle Anbieter einer bestimmten Stufe der Wertschöpfungskette zusammenkommen.

Job-Enrichment: Arbeitsgestaltungsmaßnahme, die durch eine vertikale Erweiterung der Arbeit (das heißt: bisher getrennte Arbeitsinhalte werden zu einem neuen Arbeitsbereich zusammengestellt) zur Erhöhung des Verantwortungs- und Entscheidungsspielraums führt.

Karoshi: Bleibt Ihnen hoffentlich erspart. Der Begriff kommt aus dem japanischen und bedeutet „Tod durch Überarbeitung“.

Morphing Office: aus dem Englischen, bedeutet, keinen festen Arbeitsplatz zu haben. Die Mitarbeiter setzen sich immer an einen momentan freien Arbeitsplatz. Auch Desksharing und Flexible Office.

Mausbeutung: Diese Wortkombination aus Computermaus und Ausbeutung bezeichnet das in der Internet-Branche durchaus gängige Prinzip, junge, motivierte Berufseinsteiger auszunutzen, indem man sie jede Menge unbezahlter Überstunden machen lässt.

Management by Helicopter: Scherzhafte Bezeichnung für ein bestimmtes Führungsverhalten einer oberen Führungskraft: Sie kommt unerwartet aus heiterem Himmel aus ihrem Büro, sorgt für eine Menge Wirbel und hinterlässt beim Abflug Chaos.

Number cruncher: aus dem Englischen: crunch = zermalmen, zerkauen, ist dies die scherzhafte Bezeichnung für einen Controller oder Buchhalter.

SOHO Small Office/Home Office, aus dem Englischen: Kleine Büros oder Heimbüros.

Unguided Missile: Ungelenkte Rakete. Ein Mitarbeiter, der durch seine notorische Unangepasstheit oder seinen Hang zum Cholerischen permanent Probleme verursacht.

Upward Adjustment: Etwas sehr Erfreuliches. Es kommt aus dem Englischen: Anpassung aufwärts. Gemeint ist die Anpassung des Honorars des Headhunters an ein höher als ursprünglich erwartetes Einkommen des Kandidaten. Glückwunsch!

Wysiwig: Ausgesprochen: whizzy-wig, steht für What you see is what you get. Ein Schlagwort, das ursprünglich in den 80ern in der US-TV-Show Rowan and Martin’s Laugh-In geprägt wurde. Meint den Sachverhalt, dass die Bildschirmdarstellung eines Dokumentes der Druckversion entspricht, im erweiterten Sinn aber auch, dass ausgelieferte Endprodukte dem (Katalog-)Angebot entsprechen.

Yesbutter: aus dem Englischen: „Ja-aberer“. Gemeint ist eine Person, die vordergründig zustimmt, jedoch im gleichen Atemzug nach dem „Ja-aber-Prinzip“ Bedenken äußert. Beispiel: „Ich finde den Plan gut, aber vielleicht sollten wir noch weiter prüfen.“

Zen mail, ist eine eingehende E-Mail, die weder einen Text noch Attachment enthält: sehr meditativ!

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