Schon die Besteigung des K2 – der zweithöchste Berg der Erde mit 8611 Meter – wagen nur die besten Höhenbergsteiger der Welt. Aber danach auch noch mit Skiern vom Gipfel herunterzufahren, galt bisher als unmöglich. Nach fast acht Stunden hat es jetzt der Pole Andrzej Bargiel geschafft.

Indische Landvermesser gaben ihm den Namen: „K“ steht für das Bergmassiv Karakorum, „2“ ist eine laufende Ziffer. Er gilt als der am schwersten zu besteigende Gipfel der Welt, 80 Menschen starben beim Versuch. Die Erstbesteigung erfolgte am 31. Juli 1954 durch zwei Italiener. Im riesigen Karakorum-Massiv gibt es sieben 8000er und 63 7000er.

Fast vier Wochen lang musste sich das fünfköpfige Team im Himalaya im chinesisch-pakistanischen Grenzgebiet an die dünne Luft gewöhnen. Dann stiegen sie zum Basislager auf knapp 5000 Metern. Von dort brauchten sie drei Tage bis zum Lager 3 auf 7000 Metern Höhe.

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Von nun an war der Pole allein unterwegs: Er schnallte sich die Skier auf den Rucksack, brach morgens um 4.30 Uhr zum Gipfel auf. Ohne künstlichen Sauerstoff. Sieben Stunden lang. Nach einer Pause wagte er dann die riskante Abfahrt.

Möglich machte das moderne Technik: Sein Bruder hatte den besten Weg mit einer Drohne ausgekundschaftet. Doch schon nach rund 600 Höhenmetern drohte die Expedition zu scheitern – dichter Nebel auf 8000 Metern. Eine Stunde musste der Pole ausharren, bis er weiter konnte. Abends gegen halb acht, nach acht Stunden, erreichte er das Basislager.