Es ist wirklich eiskalt hier. „Cool Bodies“ heißt der wohl kälteste Ort in Hamburg. Hier sinkt die Temperatur in Bruchteilen von Sekunden auf minus 160 Grad. „Cool Bodies“ Inhaberin Tina Lüneburg bietet zur Begrüßung erst einmal Tee an. Das Frostvergnügen findet dann in einem kleinen Raum statt. Man steigt in eine Raumkapsel-ähnliche Säule, denkt kurz „Beam me up, Scotty“, stellt sich auf das gepolsterte Podest darin und wird dann elektronisch so weit angehoben, dass der Kopf über den Rand der Box hinausragt. Warmen Kopf bewahren: Bis auf ihn wird in der Eissauna von Tina Lüneburg alles bis auf minus 160 Grad heruntergekühlt.

Eis

Zuvor hat man sich seiner Kleidung entledigt, jeglicher Kunststoff am Leib könnte in der gleich entstehenden Stickstoffwolke Verbrennungen erzeugen. Lediglich die Füße stecken in bereitliegenden Baumwollsocken und XL-Lammfellschuhen. Und dann wird es wirklich saukalt. Die Teilnahme an der leichten Konversation wird durch einsetzendes unkontrolliertes Bibbern erschwert, selten fühlen sich zwei Minuten derart nach Ewigkeit an. So lange dauert eine Sitzung.

Und dann war’s das schon. Man schlüpft zurück in seine Kleidung, man schwitzt nicht, da ist kein Duschen nötig. Die Haut kribbelt wie nach einem Spaziergang bei Eiseskälte im Schnee. Tatsächlich wurde sie auf „nur“ null Grad abgekühlt.

Die Idee stammt aus den USA, in Deutschland nimmt sie gerade Fahrt auf, doch bislang sind „Kältesaunen“ hauptsächlich in Kliniken zu finden. In der digitalen „Kälte-Therapie-Datenbank“ finden sich Adressen von „Rheumaticum“ bis „Coolium“. Auf der Homepage des Dachverbandes Deutscher Krankenkassen wird für die Einsatzfähigkeit der Minustemperaturen, die durch Stickstoff erzeugt werden, geworben.

Der Zwei-Minuten-Gefrierkick ist rund um die Alster bereits heiß begehrt, demnächst soll auch das neue Hotel „The Fontenay“ seinen Gästen anbieten, bei Cool Bodies einen Termin zu vereinbaren.

Mehr Infos über
http://www.coolbodies.de