Mobbing, Ideen-Klau – jeder zweite Arbeitnehmer greift zu unfairen Mitteln, um sein Weiterkommen im Beruf zu forcieren, so das Ergebnis verschiedenster Umfragen. Dabei gaben über die Hälfte (51%) der Befragten zu, körperliche Reize einzusetzen, um die Karriereleiter zu erklimmen. Ein Fünftel (20 %) hat schon mindestens einmal die Ideen seiner Kolleginnen oder eines Kollegen gestohlen und sich selbst damit gebrüstet.

61 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich der Umfrage zu Folge gemobbt. Bei 34 Prozent sind es die lieben Kollegen, die ständig hänseln, in 30 Prozent der Fälle ist es der Chef persönlich. Gut ein Viertel (26 %) der Beschäftigten kennen eigenen Angaben zu Folge Mobbing am Arbeitsplatz gar nicht. Zwölf Prozent outeten sich selbst als aktive Mobber.

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Aber was ist Mobbing? Es ist ein unästhetisch, häufig intrigantes Verhalten von Einzelnen, in der Regel aber von mehreren Betriebsangehörigen meist gegenüber einem, das sich nachhaltig und dauerhaft äußert.

Wer sind die Betroffenen? Gibt es ein Profil für Mobbing-Opfer? Eigentlich können alle Betroffen sein. Männer nicht weniger als Frauen, Chefs ebenso wie die Mitarbeiter. Gemeinsamkeiten finden sich bei den Auswirkungen: Mobbing-Opfer bekommen ihre Probleme nicht alleine in den Griff. Sie leiden unter Angst-Attacken, Depressionen oder auch Magen-Darm- und Herzbeschwerden.

Und wer sind die Mobber? Viele, die versuchen, Mitarbeiter oder Kollegen ins Abseits zu stellen oder ihnen eins auszuwischen, sind so genannte Zufalls-Mobber. Doch es gibt auch solche, die dies ganz bewusst und vorsätzlich machen. Denn dann geht es beispielsweise um den Arbeitsplatz des anderen oder man mobbt aus Angst um den eigenen Job.

Und was hilft gegen Mobbing? Hier ist Vorbeugung oft besser als heilen. Wie aber können sich Mitarbeiter schützen Mobbing-Opfer zu werden? In die Offensive gehen raten Fachleute, das Gespräch suchen. Manchmal sind es nur Missverständnisse, die sich nach dem Schneeballsystem verselbständigen.

Vor allen darf eines nicht übersehen werden: Wenn Selbstgefühle von Mitarbeitern gebrochen werden, dann kommt es nicht selten dazu, dass der Gemobbte die Fehler tatsächlich macht, die ihm ursprünglich in unredlicher Weise angedichtet oder auch angedreht wurden.

Also Achtung, das unterlassene „Guten Morgen“ kann schon ein Indiz für die beginnende Eiszeit im Betrieb sein.