Am 25. Mai 1961 verkündete John F. Kennedy, dass Amerika Menschen zum Mond und wieder sicher nach Hause bringen werde – und das innerhalb des laufenden Jahrzehnts. Das Projekt bekam den Namen Apollo. Dass dieses Vorhaben auch gelungen ist, weiß heute die ganze Welt.

Das alles gipfelte in der berühmten Mondlandung. „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit“, diesen berühmten Satz sprach Neil Armstrong, im Juli 1969, als er als erster Mensch die Oberfläche des Mondes betrat.  Die Fernsehübertragung der Mondlandung verfolgten weltweit rund 600 Millionen Menschen. Zu denen auch ich zählte.

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Doch die Geschichte ist vielfältiger umfangreicher als man denkt: Spektakuläre Weltraummissionen – von der ersten Erdumrundung über die Mondlandung bis hin zum Hubble-Teleskop.

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Das Apollo-Programm war ein Raumfahrt-Projekt der USA. Es brachte zum ersten und bislang einzigen Mal Menschen auf den Mond. Das Programm wurde von der National Aeronautics and Space Administration (NASA) zwischen 1961 und 1972 betrieben. In mehreren Schritten erprobte die NASA Techniken, die für eine Mondlandung wichtig sein würden, wie z. B. das Navigieren und Koppeln von Raumschiffen im All oder das Verlassen eines Raumschiffs im Raumanzug. Viele wichtige Tests wurden in der Vorbereitung im Gemini-Programm durchgeführt. Die erste bemannte Mondlandung selbst fand dann am 20. Juli 1969 statt. Nach fünf weiteren Landungen wurde das Programm 1972, auch aus Kostengründen, eingestellt. Seitdem hat kein Mensch wieder den Mond betreten.

Im November kommt jetzt der Film „Aufbruch zum Mond“  mit Ryan Gosling als Neil Armstrong in die Kinos. Wer jetzt schon mehr über die Mission zum Mond sehen will, kann in der Fotochronik des NASA-Weltraumprogramms Moonshots (National Geographic Verlag) mehr als 200 Bilder bewundern. Der Bildband dokumentiert mit großformatigen Hasselblad Fotografien eine ereignisreiche Ära, die an einem Dezembertag im Jahr 1968 mit einem weltberühmten Foto begann. Darauf zu sehen ist die Erde, die einsam in der dunklen Weite des Alls schwebt – aufgenommen von der Apollo 8-Mannschaft.

Mein Buch-Fazit

Drei enge Sitzplätze und eine unübersehbaren Zahl von Schaltern und Monitoren, bereits die erste doppelseitige Panoramafotografie in diesem Bildband katapultieren den Leser direkt hinein in das Raumschiff, mit dem der Mensch erstmalig in die Weite des Universums vorgedrungen ist.

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Auch die zweite Fotografie im Band ist ein historischer Meilenstein. Es die erste Aufnahme des „blauen Planeten“ aus gehöriger Entfernung als majestätische Kugel im All.

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Ich meine , so hat der Autor alles richtig gemacht! Der interessierte Leser muss und wird sicher weiter blättern.

Aus der fotografischen Schatzkiste der NASA herausgesucht, versammelt Piers Bizony in diesem Bildband aber noch vieles mehr, als nur die Reisen zum Mond. Er informiert darüber, wie es dazu kam, was es dazu bedurfte, wie der Aufstieg ins All sich vollzog, dann, faszinierend und bestens ins Licht gerückt der Mond selbst und die Geschichte der ersten Landemissionen bis hin zum „Autofahren auf dem Mond“. Als Leser erlebt man mit, wie klein letztendlich die Kapseln der Astronauten waren und wie groß die Gefahren, die sich einstellten.

All das ist Seite für Seite informativ und faszinierend ins Bild gesetzt, samt technischer Erläuterungen zur Technik und Funktionsweise der Raumfahrzeuge. Bis hin zur Skizzierung und Illustration der Apollo 13 Mission mit ihren ernsten Gefährdungen auf dem Rückflug. (Das Bild zeigt den vorläufigen Zeitplan des Apollo-13-Fluges. Die Rote Linie stellt dar wann es zum Unfall kam).

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Fact: Die Geschichte der bemannten Raumfahrt aus den Augen der Astronauten. „Moonshots“ bietet spannende und detaillierte Einblicke in die Raumfahrt, die damit verbundenen Erfolge, Rückschläge und Hoffnungen. Ein imposantes Buch, echt stark und sehr empfehlenswert.

 

Autoren-Porträt von Piers Bizony

Piers Bizony ist Wissenschaftsjournalist, Weltraumhistoriker und Autor und schreibt unter anderem für »The Independent«, »BBC Focus« und »Wired«. Seine Hauptthemen sind das Weltall, Spezialeffekte und alles, was mit Technologie zu tun hat. Sein Buch »The Rivers of Mars« war für den Eugene M. Emme Literaturpreis in die engere Wahl gekommen, »2001: Filming the Future« gilt als Referenzwerk zu Kubricks »2001: Odyssee im Weltraum«.

Produktdetails
2018, 240 Seiten, 200 Abbildungen, Maße: 31,1 x 31,5 cm, Gebunden, Deutsch, Übersetzung: Boulanger, Michael, Übersetzer: Michael Boulanger, Verlag: NG Buchverlag, ISBN-10: 3866906854, ISBN-13: 9783866906853 Preis: 49,99 Euro