Fragen über Fragen. Die Welt ist voll von Wundern, Rätseln und Phänomenen. Und sie ist voll von Antworten, die aber immer nur einen Teil der Wahrheit wiedergeben können. Dabei muss man aber nicht nur in die Ferne schweifen, die »alte Welt« ist übersät mit Monumenten und steinernen Zeugen aus der Vergangenheit.

Diese Heiligtümer oder Kultplätze entstanden oft an Orten, die Stein, Baum und Wasser vereinigten und deshalb ein Abbild dessen sind, woraus unsere Welt besteht. Besuchen Sie an Ihrem Urlaubsort die Kirchen und Kapellen, fragen Sie Einheimische nach besonderen Plätzen, wo sie früher vielleicht Liebende trafen oder wo in alter Zeit Feste stattgefunden haben. Oft muss man gar nicht weit gehen, um sich einen solchen Platz zu erschließen und aus ihm neue Energie zu schöpfen, die uns hilft, den Alltag mit all seinem Stress und Ärger besser zu bewältigen.

Um das etwas leichter zu machen, gibt es jetzt, aus dem Bruckmann Verlag, das Buch „Mystische Pfade Deutschland“. So lassen sich die mystischen Wälder, magischen Orte und urtümlichen Landschaften Deutschlands bestens entdecken.

Mystische Pfade Deutschland (3)

Sagenumwobene Orte üben seit jeher einen besonderen Reiz aus. Geheimnisvoll und  faszinierend: Der Wanderführer »Mystische Pfade Deutschland« führt auf 99 Touren an viele dieser geheimnisvollen Plätze und Landschaften. Mystische Wälder, magische Orte und urtümliche Landschaften in ganz Deutschland warten darauf entdeckt zu werden: angefangen vom Harz und dem Elbsandsteingebirge über den Süden Deutschlands, bis hin zur Rheingegend und in die Eifel.

Detaillierte Tourenbeschreibungen gepaart mit spannenden Geschichten machen den Tourenführer zum perfekten Wanderbuch für die ganze Familie. Überwiegend leichte und mittelschwere, aber auch einige herausfordernde Touren lassen die deutschen Wanderregionen auf eine neue, magische Art erleben.

Der Verlag schreib dazu:
Wir feiern 99 Jahre Bruckmanns Wanderführer! Grund genug unsere Wanderfreunde mit 99 sagenhaften Touren durch Deutschland zu belohnen. Mit diesem Jubiläumsband lassen sich die mystischen Wälder, magischen Orte und urtümlichen Landschaften Deutschlands bestens auf Sagenwanderungen entdecken. Daneben warten in diesem Wanderführer geheimnisvolle und wunderbare Geschichten auf Sie, die Ihr Wandererlebnis bereichern werden. Der Jubiläumsführer ist somit der ideale Begleiter, um auf den Spuren von Sagen, Mythen, Bräuchen und Traditionen zu wandern. Detailreiche Karten und GPS-Tracks zum Download runden diesen Jubiläumsführer sinnvoll ab.

Mein Buchfazit

Die meisten der beschriebenen mystischen Pfade sind nicht nur schön und interessant, sie zeigen auch eine Fauna, Flora und geografisch-geologische Einbettung, sie zeigen auch, das Zeiterleben ein anderes sein kann. Wenn sie sich dieses Buch kaufen, betrachten sie es als normalen Wanderführer mit Hinweisen auf schöne Plätze, mit tollen  Touren, guten Karte zu den einzelnen Touren, einer klasse Bildauswahl, Gehzeiten-Angabe und Hinweise zu den Touristeninfos, ist es ein Buch welches man sich kaufen sollte. Dafür kann ich es unbedingt empfehlen.

Die angebotenen Touren und Plätze sind wunderbar und lohnen den Weg dorthin.

Detaillierte Tourenbeschreibungen gepaart mit spannenden Geschichten machen den Tourenführer zum perfekten Wanderbuch. Überwiegend leichte und mittelschwere, aber auch einige herausfordernde Touren lassen die deutschen Wanderregionen auf eine neue, magische Art erleben.

Doch Achtung: Wenn Sie einen der im Buch beschriebenen Orte besuchen, dann findet sich tatsächlich oftmals hier ein Punkt, in der eine andere Zeit als die hier auf Erden gewohnte Realzeit herrscht. Ich staune immer wieder, wenn ich solch einen Ort finde, wie sehr ich mit der Zeit ins »Schwimmen« komme. Hier gibt es einen voll-kommen anderen Zeitbegriff als den uns gebräuchlichen. So kann es auch Ihnen, wenn Sie einen dieser geheimnisvollen Pfade begehen, leicht passieren, dass Minuten zu Stunden werden und umgekehrt. In der Wallfahrtskapelle St. Bartholomä am Königssee z.B. vergeht die Zeit so schnell, dass fünf Minuten Meditation ein Gefühl von mehreren Stunden bringen.

Und so gibt es und gab es Orte, die als Tunnels zwischen den Zeiten fungieren. Und Sie selbst können als sensibler, wissender Wanderer durchaus auch zum Zeit-Pilger werden. Doch es gilt zu beachten, jeder Mensch ist anders, also ist auch der Ort und der Weg eines jeden anders.

Mystische Pfade Deutschland (6)

Deshalb gilt vielleicht auch für dieses tolle Buch „Mystische Pfade Deutschland!: Es möchte nur anleiten, den Ort zu finden, Sie müssen dann dem eigenen Gefühl trauen. Lassen Sie sich also führen zu außerordentlichen mystischen Orten.

Hier noch zwei Kraftorte welche ich Ihnen ans Herz legen möchte, die sie auch im Buch finden:

Durch die WutachschluchtNatur und Energie pur in einer einzigartigen Wildflusslandschaft

Da ist Sie nun, die berühmte Wutachschlucht! Das Nonplusultra unter den deutschen Schluchten und Klamms. Sie verdankt ihre Beliebtheit nicht nur ihrer landschaftlichen Schönheit, auch nicht ihrer geologischen Struktur und ihrer reichhaltigen Flora und Fauna, sondern auch ihrer Mystik und ihrer Energie und der Natur pur

Mystische Pfade Deutschland

Schon allein die Anlage des Ludwig-Neumann-Weges ist hoch interessant. Er verläuft in dem canyonartigen Gelände teils durch Auwälder am Grunde des Tals und teils auf schmalen Felsbändern knapp über dem Wasserspiegel, dann wieder steigt er hoch zu einem gesicherten Felsensteig, der in luftiger Höhe durch die senkrechten Muschelkalkwände zieht.

Im Frühsommer fesseln die Waldblumenpracht und der vielstimmige Chor der Singvögel; im Hochsommer ist der tropisch-üppige Pflanzenwuchs der Talauen von beeindruckender Schönauen; im Herbst dagegen sind es die prächtigen Laubfärbungen und die überwiegenden trockenen Wege, die die Wanderung durch die Schlucht zu einem Vergnügen machen. Und zu jeder Zeit des Jahres ist es die Energie dieses naturbelassenen Ortes.

Mystische Pfade Deutschland (2)

Durch eine schroffe, urwaldähnliche Landschaft, die nach einiger Zeit von einer breiten Talaue abgelöst wird, wandert man durch die Erdzeiten. Fast könnten wir unsere hektische Welt droben vergessen hier unten im Schlund dieser archaischen Klamm. Wir wandern zwischen mannshoch stehendem Pestwurz und entlang dschungeldichtem Bergwald. Was dort im Verborgenen wuchert, kreucht und fleucht, können wir nur erahnen – vielleicht möchten wir es auch gar nicht wissen!

Trotz all ihrer Schönheit: Den Vorvätern war die Schlucht nicht geheuer. Bis ins späte Mittelalter blieb sie eine fremde, schwer zugängliche Welt, die sich zudem – abgesehen von Holzflößern und einigen Getreide- und Sägemühlen – der wirtschaftlichen Nutzung verschloss.

Auch heute noch gibt es in der Wutachschlucht Plätze und Orte, die bei Tage besehen wunderschön sind, bei Nacht aber möchte ich dort nicht sein. Und natürlich findet man in der ganzen Wutachschlucht den Nachweis von Naturgeistern.

Man verlässt die Wutachschlucht und ist glücklich, dass man sich nicht in der Unendlichkeit der Jahrtausende verloren hat. Zurück bleiben Licht, Schatten, Gefühle, aber auch Augenblicke des Glückes. Der Wind fegt durch die Gräser, Wolken ziehen in die Unendlichkeit, Nebelgrau umgibt diesen Tag.

Die TeufelsmauerSchritt für Schritt erdgebundene Magie

Die wohl auffälligste und bekannteste geologische Sehenswürdigkeit Blankenburgs im Harz ist der wohl von allen Besuchern dieser Landschaft seit jeher bewunderte, als »Heidelberg« bezeichnete Abschnitt der Teufelsmauer, die zwischen dem östlichen Ostrand der Stadt Blankenburg über Timmenrode bis hin nach Ballenstedt die Landschaft prägt. Es handelt sich bei dieser Felsformation um einen Sandstein, bei dem erkennbar ist, dass er in verschiedenen Abfolgen gebildet wurde. Der untere Teil verdankt seine Entstehung einem ruhigen Gewässer, während der obere in einer Brandung geformt wurde.

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Über die Teufelsmauer führt ein weiterer dieser geheimnisvollen Pfade. Denn hier haben wir die klassische Situation eines Drachenrückens, wie es in der Geomantie genannt wird. Dies definiert Bergzüge, auf denen natürliche Energiebahnen fließen. Was sich hier als Spezifikum darbietet, ist, dass der Bergrücken nach Norden und Süden auffallend stark ansteigt. In der Verlängerung der Längsachse befindet sich die Stadt Blankenburg. Der Rücken selbst ist an der Westspitze abgebrochen und birgt dort eine sehr hohe Steincharakterisierung.

200 Meter von diesem jäh abfallenden Ende steht am höchsten Punkt ein Kreuz. Kurz davor hat mich ein in den Fels gehauener Sitz magisch angezogen und zum Hinsetzen eingeladen. Die Bearbeitungsspuren sind immer noch deutlich erkennbar.

Und wer einfach nur diesen Ort und diesen Pfad beschreiten möchte, auch für den ist viel geboten. Ein herrlich schmaler Steig, durch Geländer und eingehauene Stufen für den Besucher gesichert, führt über die gesamte Länge von etwa drei Kilometern. In luftiger Höhe wandelt man an verkrüppelten Eichen, an Birken und an Ebereschen vorbei, schnuppert im Frühling den Duft zahlloser Maiglöckchen und bewundert prächtige Wabenverwitterungen und Eisen-schwarten, wie sie für den durch Eisenverbindungen gelb bis dunkelbraun gefärbten Sandstein der Teufelsmauer charakteristisch sind.

Von den Felsen der Teufelsmauer bieten sich immer wieder herrliche Blickbeziehungen in das nördliche Harzvorland und rüber zum Hexentanzplatz in der Thale. Den Sagen nach gibt es viele Behauptungen über dieses eigenartige Gebilde: »Gott und Teufel stritten sich um den Besitz der Erde; sie einigten sich, Gott sollte das fruchtbare Flachland behalten, der Teufel das erzhaltige Harzgebirge bekommen, wenn er bis zum ersten Hahnenschrei eine Grenzmauer fertig hätte. Er baute sie bis zum Harzrand. Als noch ein Stein fehlte, krähte der Hahn, den eine Marktfrau, die auf dem Weg nach Blankenburg war, im Korb hatte. Die Arbeit war vergeblich und der Teufel zerschlug wütend sein Werk.

Noch ein wichtiger Tipp von mir!!

Sagenumwobene Orte üben seit jeher einen besonderen Reiz aus. Aber sie sind nicht immer gut für uns. Kraftplätze sind sehr, ich betone noch einmal sehr sensible Stellen, die auch gestört und blockiert werden können. Also ACHTUNG!! Ein Beispiel dazu: In der Tour 78/Seite 228/229 wird auf eine uralte Thingstätte unterhalb des Heiligenberg und der Michaelsbasilika hingewiesen. Diese Thingstätte gibt es so nicht mehr, sie wurde 1935 von den Nazis zu einer Aufmarschstätte um- bzw. überbaut. Die Energie ist dort sehr schlecht, weshalb ich Ihnen von einem Besuch dringend abraten möchte. Ich kann nur empfehlen lassen Sie es Sein, BITTE.

Vorsicht walten lassen gilt aber bei jedem mystischen Platz. Wenn Sie sich also dort nicht wohl fühlen, gehen sie einfach.

Produktinformation

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Bruckmann Verlag GmbH; Auflage: 1 (29. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734316618
  • ISBN-13: 978-3734316616
  • Preis: 15,00 Euro

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