Darum geht es: Inspecteur Piet van Houvenkamp genießt die Ruhe beim Angeln, den einen oder anderen Hornhecht hat er schon erwischt. Aber der Angler neben ihm scheint noch mehr Glück zu haben. Er hat einen dicken Brocken am Haken! Leider stellt sich schnell heraus, dass es sich nicht um einen Fisch handelt, sondern um eine Leiche. Es ist Jacobus Schouten, ein Muschelfischer, ertrunken, in einen Jutesack eingenäht. Das sieht nicht nach Selbstmord aus. Nein, das ist ganz klar Mord! Verdächtige gibt es sofort eine ganze Menge … Und leider auch Unterstützung, die Piet lieber gestern als heute los wäre: Denn auch die deutschen Camper von „De Grevelinge“ ermitteln wieder tüchtig mit!

Piet van Houvenkamp, Inspecteur dir Politie Middelburg und Brigadier Annemieke Breukink,

Warum ich das Buch empfehle: Der Inhalt noch einmal in Kürze: „Ein Muschelfischer wird ermordet und quasi vom Inspektor selbst gefunden. Das Campingplatz-Team ermittelt mit und auch ein exzentrischer Food-Blogger mischt sich ein. Dann geschieht noch ein Mord und das Rätsel wird eher größer als kleiner. Die Lösung überrascht, was ja was heißen will“.

Der Autor: Bernd Stelter

Einfach genial, dieser Krimi. Das hätte ich von Bernd Stelter so nicht erwartet. Ein Krimi vortrefflich dargeboten mit allerbestem Wortwitz, gepaart mit Lebensweisheit und tollen Urlaubsfeeling. Hier einige wundervolle Zitate:

„Schon hatte das letzte Stück festen, würzigen Muschelfleisches seine Speiseröhre durchlaufen, und doch schwelgte er noch in dieser Sinfonie von Meer und Salz und Würze und Säure.

Piet öffnete die Augen, um nun das Erlebnis perfekt zu machen. Er ergriff das Glas, und das Grolsch floss weich und schaumig in seinen Mund, auf den Geschmacksknospen seiner Mundschleimhaut explodierte ein Feuerwerk der Sinne“.

Eine Portion Muscheln und eine Flasche Chablis – besser geht es micht.

„Piet öffnete den Kühlschrank, entnahm die grüne Flasche mit dem feinherben Rheinwein und goss ihn in ein altmodisches Weinglas mit dem grünen Fuß. Dann nahm er noch zwei Flaschen Grolsch, eine für den Durst und eine für den Genuss, er ploppte die Bügelflaschen auf, hängte sie wie immer mit dem Bügelverschluss an Zeige- und Mittelfinger…..

Auch die Erfindung des „Blumenpflückbons“, ist einfach Genial.


Chester Bloomberg, der Foodblogger, und Babette Schreiner von den Campern „De Grevelinge“
Piet van Houvencamp und die Camper von „De Grevelinge“ (alle Zeichnungen: cartulli 2021)

In Stelters Krimis gibt es zwei unterschiedliche Erzählperspektiven. Verfolgen man als Leser die Ermittlungen der Polizei, gibt es einen Erzähler, sobald aber, die geschichte, bei den Campern spielt, wird diese in der Ich-Form erzählt. Mal was anderes. Das ist, zu Beginn, etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber sehr gut.

Ich habe das Buch in drei Tagen gelesen, es ist spannend und lustig zugleich. Außerdem macht es Lust auf Urlaub in Holland. Ich habe mich jedenfalls gut unterhalten gefühlt. Die beiden anderen Krimis sollte man unbedingt auch lesen.

Hier geht es zur Leseprobe

Mieses Spiel um schwarze Muscheln

http://www.bic-media.com/mobile/mobileWidget-jqm1.4.html?buyButton=no&showExtraShopButton=false&fullscreen=yes&isbn=9783785726785

Der Tod hat eine Anhängerkupplung“

http://www.bic-media.com/mobile/mobileWidget-jqm1.4.html?buyButton=no&showExtraShopButton=false&fullscreen=yes&isbn=9783404164349

Der Killer kommt auf leisen Klompen

http://www.bic-media.com/mobile/mobileWidget-jqm1.4.html?buyButton=no&showExtraShopButton=false&fullscreen=yes&isbn=9783404177912

Produktinformation

Herausgeber : Lübbe; 1. Aufl. 2021 Edition (26. Februar 2021)
Gebundene Ausgabe : 416 Seiten
ISBN-10 : 3785726783
ISBN-13 : 978-3785726785
Preis: 22,00 Euro