Es gibt Lauftouren, die macht man um zu Laufen. Und es gibt „Runs of a Lifetime“, die unternimmt man, um sich seinen, Lebenstraum zu erfüllen. Ob 5 km, 10 km 50 km, 150 km, 300 km oder auch 4000 km – sind dabei egal. Die Begründung könnte ganz einfach die Lust am Abenteuer sein. Und immer wieder diese Aussage, weil der Weg da ist und weil ich es kann. Zu Fuß, mit nichts weiter als Lauf- oder Trailrunning- Schuhen, gegebenenfalls mit Stöcken und einem Rucksack auf dem Rücken, kann das Abenteuer – in welche Richtung auch immer –  losgehen.

Den Lebenstraum erfüllen heißt Freude, Glücksgefühl und innere Zufriedenheit, die sich trotz (oder gerade wegen) aller Strapazen und Anstrengungen einstellt und noch lange Zeit danach anhält? Das muss aber nicht immer heißen Grand Canyon, Mount Everest oder Angel Landing. Meine RUNS OF A LIFETIME sind immer ganz persönlich. Hier eine Auswahl meiner spektakulärsten Runs:

Venedig über die Brücken – im Frühtau durch die Lagunenstadt: Wer früh aus den Federn kommt, hat Venedig (fast) für sich – und bekommt, ganz kostenlos, ein Lauferlebnis der Extraklasse.

Länge: 13-15 Brücken

Schwierigkeitsgrad: leicht

Dauer: lassen Sie sich Zeit, für das Laufen und das Schauen

Suchtfaktor: sehr hoch

Ich folgte dem Canal Grande, in dessen Wasser sich – zu dieser Zeit – die aufgehende Sonne spiegelte, weiter ging es über den Markusplatz und direkt in das Gewirr der Strade. Hier wird man, zu dieser frühen Zeit Zeuge, wie der Markt auf dem Rialto mitsamt seiner berühmten Brücke zum Leben erwacht. Um etwa 9:00 Uhr – etwa 14 Brücken später – war ich dann wieder in meinem Hotel, pünktlich zum Frühstück.

 
Durch’s Watt

Joggen auf dem Meeresboden – Einsam (fast) durch‘s Watt, auf 12 km von Neuwerk nach Cuxhaven-Duhnen – verrückt und ein wenig gefährlich! Auch das muss man einmal gemacht haben:

Höhe: Meeresboden
Länge: ca. 12 km

Schwierigkeitsgrad: schwer

Dauer: ca. 60‘- 70! (nur der Lauf durchs Watt)

Suchtfaktor: sehr hoch

Meine etwas verrückte Idee: 12 km durchs Watt zu laufen (joggen) – von Neuwerk nach Cuxhaven. Dabei sind die 12 km nicht das Problem. Es ist das Watt und die Tide. Wattwanderer und -Läufer müssen genau auf die Tide achten, damit die Flut sie nicht unterwegs überrascht. Falls das doch passiert, gibt es mehrere Rettungsbaken. Ich bin an einer vorbei gekommen. Das sind große Metallkörbe auf einer Stange, in die sich Wattwanderer bei Bedarf vor dem Hochwasser retten können. Aber daran wollte ich nicht denken.

Ich stehe hier am Rand eines Meeres und blicke über das Watt in Richtung Cuxhaven – Next Level – kommt mir in den Kopf. Also, los geht’s.

Cuxhaven ist schon beim Start am Horizont gut zu erkennen. Es riecht nach Meer, der Wind ist kalt – auch wenn das Wasser, das an vielen Stellen noch auf dem Boden steht, warm zu seinen scheint. Eine winddichte Jacke habe ich dabei. Denn binnen kurzer Zeit kann das Wetter an der Nordsee mehrfach wechseln. Aber heute scheint die Sonne – naja, wenn Engel laufen –  also kurze Hosen und eine dünne Windjacke, sowie Reserve im Laufrucksack: Selbst in den kleineren Prielen versinkt man leicht bis zu den Oberschenkeln.

Am Horizont schiebt sich ein riesiges Containerschiff aus der Elbmündung in die Nordsee – so langsam, dass man den Eindruck hat, zu Fuß schneller zu sein.

Mit der Zeit bekommt das Wattlaufen etwas Meditatives, ein Fuß setzt sich automatisch vor den anderen. Und die Unsicherheit lässt nach, ob man wohl rechtzeitig in Cuxhaven ankommt. Und die Gedanken gehen auf Wanderschaft: „Wie nennt sich die USA nochmal, frage ich mich. Ach ja – Land oft he Free! – Nein, Nein, „Frei ist hier“, mitten im Watt der Nordsee!

Auf den langen 12 km kommen einem auch immer wieder Watt-Wanderer entgegen. Freundlich grüßt man mit „ Moin“. Ein Wattwagen-Linker fragt freundlich: „…kann ich helfen… Meine Antwort „Nein Danke“. So nett und hilfsbereit sind sie halt, die Menschen hier oben an der Nordsee in Cuxhaven.

Der Lauf war einzigartig, und er gehört für mich zu den Dingen, die man in seinem Leben unbedingt einmal machen muss! Ein echter RUN OF A LIFETIME.

Die wahnsinnige Weite, Festland und Insel verschwanden im Dunst, ein paar Reiter, die Kutschen und ich. Entlang der Pricken lief ich über das Watt und durchwateten knietiefe Priele – so ist es halt, wenn man auf dem Meeresboden, dem Watt, von Neuwerk nach Cuxhaven läuft – halt Next Level! Die Schuhe habe ich dann anschließend entsorgt.

Durch die Wutachschlucht

Durch die Wutachschluchtdas Nonplusultra unter den deutschen Schluchten. Sie verdankt ihre Beliebtheit nicht nur ihrer landschaftlichen Schönheit, auch nicht ihrer geologischen Struktur und ihrer reichhaltigen Flora und Fauna, sondern auch ihrer Mystik und ihrer Energie und der Natur pur.

Länge: Nicht die Länge, der Weg ist das Ziel

Schwierigkeitsgrad: schwer

Dauer: solange du brauchst

Suchtfaktor: sehr hoch

Schon allein die Anlage des Ludwig-Neumann-Weges ist hoch interessant. Er verläuft in dem canyonartigen Gelände teils durch Auwälder am Grunde des Tals und teils auf schmalen Felsbändern knapp über dem Wasserspiegel, dann wieder steigt er hoch zu einem gesicherten Felsensteig, der in luftiger Höhe durch die senkrechten Muschelkalkwände zieht.

Im Frühsommer fesseln die Waldblumenpracht und der vielstimmige Chor der Singvögel; im Hochsommer ist der tropisch-üppige Pflanzenwuchs der Talauen von beeindruckender Schönauen; im Herbst dagegen sind es die prächtigen Laubfärbungen und die überwiegenden trockenen Wege, die die Wanderung durch die Schlucht zu einem Vergnügen machen. Und zu jeder Zeit des Jahres ist es die Energie dieses naturbelassenen Ortes.

Trotz all ihrer Schönheit: Den Vorvätern war die Schlucht nicht geheuer. Bis ins späte Mittelalter blieb sie eine fremde, schwer zugängliche Welt, die sich zudem – abgesehen von Holzflößern und einigen Getreide- und Sägemühlen – der wirtschaftlichen Nutzung verschloss. Auch heute noch gibt es in der Wutachschlucht Plätze und Orte, die bei Tage besehen wunderschön sind, bei Nacht aber möchte ich dort nicht sein.

Man verlässt die Wutachschlucht und ist glücklich, dass man sich nicht in der Unendlichkeit der Jahrtausende verloren hat. Zurück bleiben Licht, Schatten, Gefühle, aber auch Augenblicke des Glückes. Der Wind fegt durch die Gräser, Wolken ziehen in die Unendlichkeit, Nebelgrau umgibt diesen Tag. Ein wahrer RUN OF MY LIFETIME!!

Auf den Stelvio

48 Serpentinen zum Glück. Der Passo dello Stelvio liegt auf 2757 Meter Höhe. Seine Kehren forderten bereits die Radfahrer des Giro d’Italia zu Höchstleistungen heraus. Umso mehr ist man gefordert, wenn man diese Strecke per Pedes, also in Laufschuhen bewältigen will.

Höhe: 2757 m
Länge: etwa 24.7km bei 7.5% Steigung

Schwierigkeitsgrad: sehr schwer

Suchtfaktor: hoch

So weit, so gut – ich wollte das dann auch mal probieren – 48 Kehren auf das Stilfser Joch rauf laufen. Zur Vorsicht nehme ich mein Handy mit, falls ich doch unterwegs aussteigen möchte.

Die Strecke: Von Prad über etwa 24.7km bei 7.5% Steigung. Damit hatte ich mir die längste Variante ausgesucht. Ich bin verrückt, wie immer musste es die harte Variante sein. Mein Plan: Starten mit ca. 50% und schaue was geht. Denn fällt die Leistung erst einmal signifikant ab, kommt man davon in der Regel nicht mehr zurück. Das wäre für diesen Berglauf katastrophal. 

Als es dann aber losging, lief es von Anfang an extrem gut. Es war nahezu kein Verkehr, kein Gegenwind, toller Straßenbelag, schöne Landschaft und die Gewissheit, heute könnte es funktionieren.. 

Die Kehren sind rückwärts durchnummeriert. Der Countdown der 48 Kehren beginnt hinter dem Ort Gomagoi und kurz vor Trafoi. Ich laufe, und laufe, und laufe… Meine Handy-App sagt 9’30“ für den Kilometer – so schnell? Hoffentlich geht das gut?

Ich bin jetzt schon am Limit. War wohl zu schnell, der Anfang. Ich schalte zwei Gänge zurück. Jetzt schon, auf dem ersten Kilometer…? Während ich einen Schritt vor den Anderen setze, denke ich hektisch: Wie peinlich wäre es jetzt aufzuhören?

Bei den Radfahrern die mir begegnen gibt es einen Daumen hoch, oder die schöne Aussage: „ Auf, auf, ist nicht mehr weit. Du schaffst das. Es kann nicht mehr so schlimm werden.“ Oh doch, denke ich mir, oh doch.

Und es läuft und ab und zu geht es auch. Ich komme voran. Die letzten Kurven bis zum Pass sind durch die dünne Höhenluft nicht ohne. Und dann…endlich! 48 Kehren und etliche Höhenmeter bezwungen, 2.757 m Passhöhe. Ich bin OBEN – Passhöhe 2.757 m, Wow. Aber so schnell werde ich das nicht wieder machen.

tatsächlich oben an – ohne zu gehen und ohne stehen zu bleiben. Alpe d’Huez sei Dank! Ein kleiner Sieg über mich selbst!

 

 

Wettlauf gegen Container-Riesen.

Running against Ship – mit einem Containerriesen um die Wette laufen! Das ist schon eine verrückte Sache, macht aber riesigen Spaß!
Länge: 3 Kilometer

Schwierigkeitsgrad: schwer

Suchtfaktor: sehr hoch

Ich hatte aber, ja noch ein weiteres Ziel: HMM Algeciras. Gegen 14:00 Uhr sollte sie den Hamburger Hafen verlassen – was auch recht pünktlich passierte. Es war dann aber dann schon ca. 19:30 Uhr als das Schiff am Horizont sichtbar wurde. Langsam schob sich das riesige Containerschiff aus der Elbmündung in die Nordsee – so langsam, dass man den Eindruck hatte, zu Fuß schneller zu sein. Erst, wenn das Schiff, einem gegenüber steht, ist die wahre Größe vorstellbar.

Der Lauf starte am Fährhafen. Ich warte dort geduldig bis die HMM Algeciras meine Höhe, die Startlinie,  erreicht hatte. Dann ging es los, ganz einfach …  los, ohne Startschuss und so. Schnell setze ich mich ein wenig ab. Nach 200 m war das Containerschiff hinter mir. Huch, ein einfacher Sieg? Beim besten Willen, NEIN! Es sind jetzt noch etwa 1-1,5 km bis zur Kugelbake und die HMM Algeciras holt auf. Hat der Kapitän mich vielleicht bemerkt und gibt Gas? Das sicher nicht! Die Kugelbake, das imaginäre Ziel, kommt immer näher und das Containerschiff auch! Erschwerend kommt hinzu, dass eine Menge von Zuschauer im Umkreis der Kugelbake warten, um das riesige Schiff zu sehen.

Doch dann, von jetzt auf gleich ist alles vorbei. Diesen Lauf habe ich gewonnen, wenn auch sehr, sehr knapp. Ich bin fix und fertig, aber auch glücklich!! Jetzt, noch ein „Gute Fahrt“ an den Containerriesen und dann geht es nach Hause. War ein toller Lauf.

Steile Kurven und Kehren, endlose Serpentinen und das herrliche Panorama. Die Silvretta Hochalpenstrasse in Tirol ist ein Highlight für Liebhaber von extrem schönen Laufstrecken.

Höhe: Start: Seehöhe Mautstelle Partenen  1.051 m, Ziel die Passhöhe Bielerhöhe  2.032 m  bergauf: Steigung  10 % bis max. 13 % in den Kehren ca. 5 %
Länge: ca. 15 km

Schwierigkeitsgrad: sehr schwer

Suchtfaktor: hoch

Die Silvretta-Hochalpenstraße bietet alles, was das verrückte Läuferherz begehrt: viele Höhenmeter, viele Kehren und viel tolle Landschaft. Und so kam es, wie es kommen musste: Ich wollte in 32 Kehren, beginnt am Ortsende von Partenen bis zur Bielerhöhe bzw. bis zum Silvretta-Stausee, laufen – Länge etwa 15 Kilometer lang. Mal wieder so eine verrückte Idee von mir. Mein

Über 32 Kehren und Steigungen von bis zu 14% führt die gut ausgebaute Straße zunächst zum Vermunt-Stausee auf einer Höhe von etwa 1750 m. Nach kurzer Verschnaufpause entlang des Sees sind nochmals knapp 300 Höhenmeter mit Steigungen bis 11% durch die bereits hochalpine Landschaft zu überwinden. Meine Frau will auf der Passhöhe auf mich warten.

Als ich an diesem Morgen dem Ortsausgang von Partenen (1047 m) verließ, war es noch kühl. Gott sei Dank! Die Kombination aus Länge und Steigung ist es, die den Weg zur Bielerhöhe ausmacht. Im Durchschnitt sind es 6,4% Steigung mit maximalen Bereichen von bis zu 14%.

In Partenen beginnt die für Autos mautpflichtige Straße. Da ich ja nur LAUFE muss ich keine Maut bezahlen (passt schon). Es folgten über 10 % Steigung, die auf den nächsten 6 Kilometern kaum einmal unterschritten wurden und mich, trotz der Kühle,  gewaltig Schwitzen ließen.

Immer wieder halten Autos neben mir und ich höre Fragen wie „Ich würde das ja nicht machen“. Überall auf der Welt die gleichen (dum…) Fragen. Na. Es muss ja auch nicht jeder machen.

Mein Schritt ist etwas schwerfällig (das Handy meint 12 Minuten pro Kilometer – so schnell?). Ganz plötzlich aber bricht die Steigung ab und vor mir baute sich die Staumauer des Vermunt-Stausees auf. Da ich nun auf über einen Kilometer an dessen Ufer entlang laufe, bedeutete dies auch ein wenig Durchschnaufen. Das war auch bitter nötig, denn meine Kräfte waren schon ganz schön geschwunden.

Doch dann heißt es: Auf zum Gipfelsturm. In einer langgezogenen Kurve biegt die Straße wieder nach links und ein wirklich ekelhafter Kilometer mit wieder fast 10 Prozent Steigung war für meine mittlerweile doch recht schweren Beine fast zu viel. Der Ausblick auf den nun unter mir liegenden Stausee entschädigte mich aber für alle Anstrengungen. Die Steigung ließ dann erfreulicherweise immer mehr nach.

Aber man soll sich halt nicht zu früh freuen, denn ein kurzes, 400 Meter langes schnurgerades Steilstück unmittelbar vor der Passhöhe hat mich noch richtig geärgert. Das Passschild hat man – wohl in weiser Voraussicht – einige hundert Meter vor dem eigentlichen Bieler Höhe aufgestellt. Der Blick auf den türkisgrün schimmernden Silvretta-Stausee ist nicht ohne. Ein RUN OF A LIFETIME-Erlebnis.

Der Wald von Arenberg – die Trouée d’Arenberg oder Tranchée d’Arenberg, zu Deutsch die Schneise von Arenberg, oft auch als Wald von Arenberg bezeichnet, ist ein 2400 Meter langer, gerader, mit Kopfstein gepflasterter Waldweg auf dem Gebiet der Gemeinde Wallers (Ortsteil Arenberg) im französischen Département Nord, den Radrennfahrer, durch die „Hölle des Nordens“ passieren müssen.

Es ist der „Wald von Arenberg“ –  faszinierend und verstörend. Das wollte ich auch einmal spüren – aber in Laufschuhen. Und so war es an einem schönen Sommertag soweit. Selbst wenn der Weg geteert wäre, würde er beindrucken. Die Einfahrt in den „Drève des Boules d’Herin“ liegt auf einer Höhe von 25 m und verläuft zunächst etwas abfallend, bevor die Straße wieder leicht ansteigt und an der Ausfahrt eine Höhe von 19 m hat. Das Pflaster liegt nach wie vor sehr unregelmäßig und weist eine starke Querwölbung auf.

Länge: 2,4 km

Schwierigkeitsgrad: sehr schwer

Dauer: ca. 20-30 Minuten
Suchtfaktor: hoch, aber nicht wieder

Neben dem gepflasterten Weg verläuft ein meist schlammiger Fußweg, der den Fahrern während des Radrennens aufgrund der Absperrgitter und Zuschauer natürlich verwehrt bleibt. Wer sich die Schneise dagegen abseits des Rennens zu Gemüte führen will, kann diesen Weg benützen, falls das Pflaster über den inneren Schweinehund obsiegen sollte.

Auf dem Pflaster zu Laufen ist brutal und unvergleichlich. Es saugt einem die Kraft aus dem Körper – und das über 2400 Meter. Wer selbst schon einmal über Pflaster gelaufen ist, hat ein Gefühl dafür was einem dort erwartet. Die Pflastersteine sind nicht glatt, sondern unförmig und zerklüftet. Die Zwischenräume sind hier besonders groß. Außerdem wurden sie schlecht verlegt. Es gibt fast immer einen Höhenunterschied von mindestens einen Zentimeter, eher mehr – BRUTAL. Ich bin die 2400 Meter gelaufen, aber eine Wiederholung werde ich mir und meinen Füßen sicher nicht antun.


Über die Bob- und Rodelbahn am Königssee.

Länge: 1740 m

Schwierigkeitsgrad: herausfordernd

Ihr werdet es euch sicher denken können, auch hier wollte ich laufen. Es war ein wunderschöner sonniger Morgen mitten in der Woche, so gegen 7:30 Uhr als mir auf einer Bergrunde am Königssee die Idee kam einmal die Bobbahn rauf und runter zu laufen – verrückt was? Aber ich habe es gemacht und es war toll! Die Gesamtlänge beträgt 1740 m mit 16 Kurven und einem max. Gefälle von 10,35%.

Im Sonnenaufgang über die Brooklyn Bridge

Länge: so lange man Lust hat

Schwierigkeitsgrad: einfach

Suchtfaktor: im Sonnenaufgang – hoch

Von Manhattan nach Brooklyn zu joggen, während unter einem der Verkehr läuft und ganz unten der East River fließt. Für mich persönlich ein RUN OF A LIFETIME. Dazu gibt es einen gut ausgebauten Weg entlang des East River, inklusive des Abstechers auf, bzw. über die Brooklyn Bridge.

Klimahaus-Lauf  eine Entdeckungsreise auf dem 8. Längengrad im Klimahaus Bremerhaven

Länge: ca. 1200 m

Schwierigkeitsgrad: herausfordernd

Dauer: so lang, oder so kurz man möchte

Übernachtung: Bremerhaven

Suchtfaktor: sehr hoch

Einmal um die Welt laufen und die Klimazonen der Erde erleben: Von den Schweizer Bergen geht es durch die Wüste der Sahelzone und das Packeis der Antarktis, entlang des Südseestrands von Samoa und wieder zurück an die Nordseeküste.

1,2 Kilometer, immer entlang des achten Längengrads Ost, einmal rund um die Welt. In wenigen Minuten durchquerte ich, auf der anspruchsvollen Strecke fünf Kontinente und völlig unterschiedliche Klimazonen. Dabei erlebte ich  Temperaturunterschiede von über 40 Grad Celsius. Wer bei hohem Tempo und scharfen Kurven noch ein Auge für die Highlights rechts und links der Strecke hatte, konnte z. B. die neue Bewohner des Klimahauses, die Moorlemminge in der Reisestation Alaska, bewundern. Ein super RUN OF A LIFETIME!

Meine Bucket-Liste – was ich noch laufen möchte!!
Einmal die Todes-Straße „Yungas- Straße“ teilweise laufen
. Die Yungas Straße ist auf ihren ca. 21 km eine einspurige Schotterpiste, die sich mit Gefälle ohne Unterbrechung an der steilen Felswand entlang zieht. Auf der Außenseite begrenzt der senkrechte Abgrund die Straße. Absperrungen und ist eine Einbahnstraße, ohne einspurig zu sein: die nördliche Yungas-Straße in Bolivien, auch El Camino de la Muerte genannt – die Straße des Todes. Mountainbiker haben die Straße für sich entdeckt. Eine Abfahrt auf der „Muerte” gilt als absoluter Kick. Zudem locken die 3000 Höhenmeter, die auf einer solchen Tour zu überwinden sind – wo hat man das sonst schon? Und das Geschäft mit dem Todesritt auf Messers Schneide boomt: Ein Läufer war hier wohl noch nicht unterwegs. Ich möchte der erste Läufer sein.

Länge: 21 km

Schwierigkeitsgrad: nicht einfach

Suchtfaktor: hoch


Über die Millau-Brücke Frankreich, Wahrzeichen der Region Toulouse-Pyrenäen:
Mit einer Gesamtlänge von 2460 Metern und einer Höhe von bis zu 270 Metern ist das Viadukt von Millau zweifelsohne ein beeindruckendes Bauwerk. Hier zu laufen gäbe einen besonderen Kick! Für Fußgänger ist die Brücke LEIDER gesperrt (mal schauen).

Länge: 2460 m
Höhe: 343 m, das bedeutet 19 m höher als der Eiffelturm

Schwierigkeitsgrad: nicht einfach

Suchtfaktor: sehr hoch

Stairway to heaven – oder die längste Holztreppe der Welt…

Länge: 4444 Stufen, Strecke 6 km

Höhenunterschied: 750 m

Schwierigkeitsgrad: herausfordernd

Dauer: 4 h (Rundweg) Treppe ca. 2 h

Suchtfaktor: sehr hoch

Den Preikestolen am Lysefjord in Norwegen kennt jeder und damit ergibt sich dort ein Touristen aufkommen sondergleichen. Was keiner kennt sind die 4.444 Treppenstufen von Flørli. Eine Holztreppe, die einst für Wartungsarbeiten errichtet wurde und entlang der alten Wasserrohre verläuft. Stufe um Stufe geht es den Berg hinauf. Eine echte Herausforderung (teilweise bis 55 Grad), denn die Treppe will und will einfach nicht enden. Oben angekommen wird man aber mit einer atemberaubenden Aussicht auf den Lysefjord belohnt.

Für den Rückweg kann ich nur den Fußweg durch den Wald empfehlen. Über die treppen wieder runter zu laufen kann nicht empfehlen. Die komplette Runde dauert ca. 4 Stunden.