„Das Leben auf Sardinien ist vielleicht eines der besten, das sich ein Mensch vorstellen kann: 24’000 qm Wald, Land und Küsten, eingetaucht in ein wunderschönes Meer, sollten etwa dem entsprechen, was ich Gott vorschlagen würde für unser Paradies.“ (Fabrizio De Andrè, Italienischer Dichter und Musiker)

Die Griechen nannten Sardinien  Hyknusa oder Ichnussa, abstammend vom griechischen ichnos (menschlicher Fussabdruck), aufgrund seiner Ähnlichkeit mit einem riesigen Fussabdruck.

Mit seinen insgesamt 1840 km Länge, ist Sardinien die Region  mit dem höchsten Anteil  Küste von ganz Italien. Viele Strände sind heute auf nationaler und internationaler Ebene bekannte und bevorzugte Ferienorte. Zahlreiche andere, nicht minder schöne Strände, haben ihre wilde Natürlichkeit dadurch beibehalten können.

Die kulinarische Tradition Sardiniens hat weit zurückreichende Wurzeln. Ursprünglich war sie mit der Bauern- und Hirtenkultur verbunden und hat sich dann erweitert und auch die Gerichte der Fischer mit verschiedenen Meeresspezialitäten einbezogen.

Buchtipp Sadische Küche (4)

Die sardische Küche umfasst eine breite Auswahl an schmackhaften gereiften Käsesorten und getrockneten Wurstwaren sowie vor allem das berühmte pane carasau, köstliche, hauchdünne und ganz leichte Brotfladen, die sich sehr gut mitnehmen ließen. Ein typisches sardisches Gericht, bei dem das carasau benutzt wird, ist das “Pani Frattau”, bei dem fünf oder sechs Fladen carasaumit  übereinandergeschichtet und dann mit einem aufgeschlagenen Ei darüber in der Pfanne gebacken werden. Einfach köstlich!

Die Gerichte unterscheiden sich von Gegend zu Gegend und finden ihren gemeinsamen Nenner nur darin, dass es sich um typisch sardische Zubereitungen handelt. Wie der Name verrät, wird z.B. die zuppa gallurese zumeist in der Gallura, der Gegend von Sassari und Olbia gereicht; die fregola, eine Teigwarenspezialität aus kleinen Grießkügelchen, wird im Basso Campidano mit Muscheln und Meeresfrüchten zubereitet; die besonderen Lorighittas, eine aus zwei gewundenen Teigfäden zu Ringen geformte Pasta-Art, die üblicherweise durch Tomatensoße mit frischer Bratwurst begleitet wird, stammt aus der Gegend von Oristano; die panadas, köstliche Pasteten mit Fleisch-, Fisch- oder Gemüsefüllung, sind in ganz Sardinien verbreitet.

Für alle, denen die Zeit zum nächsten Urlaub zu lang wird, gibt es jetzt einen sogenannten „kulinarischer Lückenfüller“: eine fotografische Rundreise entlang der Küste Sardiniens und durch das Landesinnere, La Cucina Sarda: 85 Originalrezepte aus Sardinien.

Mein Buch-Fazit

Ganz Sardinien duftet nach den Kräutern der Macchia, die der Inselküche ihren besonderen Geschmack verleihen. Das neue Buch vermittelt sardisches Lebensgefühl und sardische Gastfreundschaft. Man bekommt Lust aufs Nachkochen und Ausprobieren und wird zu einem Besuch auf der zweitgrößten Insel Italiens im westlichen Mittelmeer angeregt – oder an den letzten Urlaub dort am Strand erinnert.

Da ich selbst schon einige Male auf Sardinien war, habe ich das Buch mit großem Interesse in die Hand genommen und nicht nur drin geblättert, sondern mich immer mehr festgelesen. Es handelt sich hier zwar um ein Kochbuch, aber die beiden Autoren stellen in interessanten Geschichten die verschiedenen Regionen Sardiniens vor, dazu die Köche, deren Restaurants und deren Rezepte.

Der Inhalt, der Druck und die Aufmachung des Buches finde ich super. Dafür bezahle ich gerne auch runde 40 Euro.

Meine Lieblingsrezepte:

Spaghetti alla bottarga überzeugen aber mit einem unverwechselbaren und unnachahmlichen Geschmack. Im Buch findet man das traditionelle Rezept von Cecilia Meli (Seite 84/85).

Casadinas al formaggio (Sardische Käsetörtchen) Geil!!! (Seite 196/197)

Buchtipp Sadische Küche (6)

Culurgiones di patate e pecorino (Gefüllte Teigtaschen mit Kartoffeln und Schafskäse) Super!! (Seite 192/193)

Buchtipp Sadische Küche (5)

Servadas (Teigtaschen mit Honig und Schafskäse) super!!! (Seite 160/161)

Stufato di cinghial (Geschmortes Wildschwein) Klasse (Seite 152/153)

… und es gibt noch mehr LECKERES!!

Kompakt:
Wer Sardinien liebt, der liebt auch die Küche dieser Insel. Doch ist das Buch NICHT nur etwas für absolute Sardinien-Liebhaber. Ich habe lange nach einem Buch gesucht, welches die typische Küche von Sardinien beschreibt und habe es hier gefunden.

Buchtipp Sadische Küche (10)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Herbert Taschler, gebürtig in Toblach im Südtiroler Pustertal und seit über zwei Jahrzehnten in Kaltern und Eppan wohnhaft, bereist seit Jahren die italienische Halbinsel von Norden nach Süden und beobachtet vor allem die Wein- und Gastronomieszene sehr aufmerksam. Als freier Fachpublizist, Gastrosoph und Sommelier verkostet, testet und schreibt er für verschiedene Medien, unter anderen für den »Gambero Rosso«, Italiens tonangebenden Wein- und Restaurantführer.

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Christian Verlag GmbH; Auflage: 1 (25. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3959612907
  • ISBN-13: 978-3959612906
  • Größe und/oder Gewicht: 22,9 x 3,3 x 27,4 cm
  • Preis: 39,99 Euro