Mit dem langsamsten Schnellzug der Welt durch die Schweizer Alpen zwischen Zermatt und St. Moritz. Lassen Sie sich begeistern von Viadukten und Tunnels, von Schluchten und Hochebenen, von spektakulären Streckenabschnitten und technischen Meisterleistungen. Aber was erlebt man denn wirklich mit, durch und in dem Glacier Express? Dieser Taschen-Reiseführer für unterwegs zeigt die Schweiz entlang einer der schönsten Bahnstrecken der Welt. Eine Bilder-Zugreise durch schroffe Felsen, enge Schluchten, über 291 Viadukte und durch 91 Tunnels, über einsame Hochebenen und an urigen Bergdörfern vorbei.

Der Verlag schreibt: Ein Reiseführer mit Übersichtskarten für die Schienenreise selbst und die Entdeckungen neben den Gleisen. Erstklassige Fotos machen Lust auf diese besondere Reise. Denn zwischen Zermatt und St. Moritz windet sich der Glacier Express durch eine spektakuläre Landschaft.

Neben der Strecke wird es phantastisch….!
Einen kleinen, aber tollen Abschnitt bin ich schon einmal gelaufen. Die Strecke von Davos nach Filisur: Länge: 30 km, Aufstieg gesamt: 380 m, Abstieg gesamt: 840m. Davos (Stadion 1560m) – Frauenkirch (1505m) – Spina (1598m) – Monstein (1626m) – Station Monstein (1346m) – Zügenschlucht – Station Wiesen (1197m) – Wiesner Viadukt – Filisur (1080m)

Gestartet bin ich in Davos auf etwa 1560 m. Dann geht es durch den Ort vorbei am Teich neben der Seilbahnstation. Eine langgezogene Gefällepassage gestaltet die Sache etwas leichter, Frauenkirch (1505m) ist erreicht. Hinauf nach Spina werden Höhenmeter gefressen, der Anstieg ist schon gewaltig. Ich muss die ersten Gehpassagen einlegen. Spina (1598m) und wenig später Monstein (1626m) sind dann erreicht und passiert. Auf Waldwegen mit großem Gefälle laufe ich nun hinunter zur Station Monstein (1346m) der Rhätischen Bahn (RhB). Konzentration ist notwendig um nicht den Waldboden zu küssen.

Ehe man sich versieht ist man mitten in der Zügenschlucht (jetzt wird es Spektakulär!!) Ein gigantisches Panorama in der Schlucht. Am Ende der Schlucht gilt es einige Treppenstufen hinunter zu laufen um eine Betonbrücke passieren zu können. Auf verwurzelten Waldwegen geht es nun einige Höhenmeter rauf und runter. Im Gefälle zur Station Wiesen (1197m) der Rhätischen Bahn (RhB) ist große Vorsicht geboten. Die Strecke führt über den Bahnübergang.

Parallel zum Schienenstrang führt meine Laufstrecke nun über das weltbekannte Wiesner Eisenbahnviadukt. Zug (wenn dann einer kommt – ACHTUNG) und Läufer teilen sich die Brücke (wahnsinnig!!). Auf dem 89 Meter hohen Viadukt wird die Landwasserschlucht überquert. Ich wage einige Blicke in die Schlucht – es ist toll aber macht auch etwas Angst. Ehe man sich versieht hat man die Bahnstation in Filisur (1080m) erreicht und ich bin im Ziel.

Freunde der Eisenbahn kommen hundertprozentig auf ihre Kosten. Das Schienennetz der Rhätischen Bahn (RhB) ist das größte europäische Schmalspurnetz (Meterspurnetz). Ob rollendes Material oder Bauwerke, ich wurde mächtig verzaubert. Egal ob Wanderung oder Fahrt mit einem der roten Züge, es wird keiner enttäuscht. Zu nennen ist auch der Eisenbahnlehrpfad von Bergün nach Preda. Schautafeln entlang der Albulalinie bieten viel Abwechslung.  

Eisenbahnfans sei das Buch, Rhätische Bahn – Eisenbahnerlebnis in Graubünden von Bernhard Studer mit der ISBN 3-905404-23-0, wärmstens empfohlen. Ein ausgezeichnetes Werk zur Planung der Touren und der Erläuterung des Eisenbahnerlebnisses in und um Graubünden.

Oder das hier besprochene Buch „Glacier Express – Eine Bilder-Zugreise von Zermatt nach St. Moritz“. Ein Reiseführer für die Schienenreise selbst und die Entdeckungen neben den Gleisen. Erstklassige Fotos machen Lust auf diese besondere Reise.

Mein Buchfazit

Das ist ein wirklich ein kleines und feines Taschenbuch über alles, was es zu dieser Zugreise an Interessantem zu wissen gibt. Doch man findet nicht nur schöne Bilder von Natur, Bergen und Seen, Bahnstrecken, Ortschaften, Brücken, Tunnels und Viadukten, sondern außerdem sehr viele Fakten und Informationen. Vor allem die Zweisprachigkeit (deutsch, linke Seite in schwarzer Schriftfarbe; englisch auf der rechten Seite in blau gedruckt) ist interessant.

Es gibt fast alles, in diesem kleinen Reiseführer, von den technische Informationen über die Bahn, die Züge, die Loks, die Bauwerke, über Vorschläge für Ausflüge wie den zum Gornergrat, nach Arosa oder Andermatt, über die Furka-Bergstrecke von Realp nach Oberwald, bis zu tollen Farbaufnahmen. Außerdem ist das Buch klein genug, um es auch mit auf die Bahnreise zu nehmen.

Mein Tipp: Während der Fahrt – Raus schauen – vor- bzw. nach der Fahrt Lesen. Sonst verpassen sie die spektakuläre Landschaft.

Mein Kurzfazit: Viele Eisenbahnfans träumen von einer Fahrt mit dem Glacier Express und dieser Reiseführer stärkt dieses Verlangen nochmal mehr. Jeder Halt des Zuges wird ausführlich beleuchtet und Streckenabschnitte mit interessanten Hintergrundinformationen hinterlegt. Man erhält einen tollen Einblick warum eine Fahrt mit dem Glacier Express so einzigartig ist und kann mithilfe des Buches seine Reise planen. Toll ist auch, dass die Texte sowohl auf Englisch, als auch auf Deutsch vorliegen. Dies ist sicherlich der perfekte Begleiter für diese unglaubliche Fahrt im langsamsten Luxuszug der Welt!

Produktinformation

  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: GeraMond Verlag GmbH; Auflage: 1 (1. April 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 395613074X
  • ISBN-13: 978-3956130748
  • Preis: 14,99 Euro