Es ist noch früh am Morgen im niedersächsischen Cuxhaven, an der Nordseeküste. Es ist der 22.04.2021, heute ist mein erster Impftermin im IZ Cuxhaven – 16:45 Uhr bin ich dran. Noch sind einige Stunden zu überbrücken. Also erst einmal joggen am Strand, dann Frühstück mit meiner Frau und dann etwas Arbeit im Homeoffice – bin freier Journalist, Karikaturist und Blogger. Die Zeit aber zieht sich.

Es ist 15:45, jetzt aber los. Alle nötigen Unterlagen zusammenpacken – die Terminbestätigung, meinen Personalausweis, meinen Impfpass und die ausgefüllten Unterlagen zur Impfung. Dann rein ins Auto und ab zum Impfzentrum in den Hapag-Hallen.

Dort angekommen, es ist 16:30, Parkplatzsuche! Aber das ist kein Problem, es sind noch genügend Parkplätze vorhanden. Im Auto setzte ich schnell noch die FFP2-Maske auf, nehme die Unterlagen und los geht es. Es weht heute ein sehr kräftiger Wind, bedeutet sicher nix!

Tür auf und erst einmal Hände desinfizieren und dann Temperatur messen – 36 Grad Celsius. Am Schalter im Foyer werde ich von einer netten Dame in Empfang genommen die alle Daten erfasst. Statt zu Impfen geht es danach erst einmal rechts herum in den Hanseatensaal. Mit meinem, schon zuhause ausgefüllten Info- und Anamnesebogen, warte ich hier mit anderen Impflingen auf das Arzt-Vorgespräch.

Wenn alles geklärt ist geht es in den anderen Hallenteil, wo ich von einer wirklich netten und tollen, Mitarbeiterin meine Impfdosis in den Oberarm verabreicht bekomme. Super klasse, ich habe nichts davon gespürt (ist wohl eine Künstlerin im Impfen). Auf meine Frage, wann es losgeht, meinte sie nur knapp, schon vorbei! SUPER

Alle Zeichnungen: cartulli

Direkt nach der Impfstadion befindet sich der bestuhlte Wartebereich: 15 Minuten Pause für jeden Gespritzten mit Blick auf nicht vollständig auszuschließende Impfreaktionen. Es ist 16:45, ich bin erstaunt, schon fertig. Jetzt noch 15 Minuten ausharren.

Nach dem Piks
Kurz und schmerzlos war meine erste Impfung! Ich sitze im Beobachtungsbereich des Corona-Impfzentrums. Die letzte Station! 15 Minuten warten unter medizinischer Aufsicht, ob nach der Impfung akute Reaktionen auftreten. Vor mir an der Wand zeigen die Ziffern einer Uhr die Zeit und damit die verbleibende Wartezeit an. Alle hier aufgestellten Stühle sind exakt anderthalb Meter voneinander entfernt. Fast so wie auf dem Flughafen etwas unpersönlich, aber doch entspannt.

Hier kann man Menschen studieren. Den nervösen Raucher, der seine Zigarette schon in der Hand hält, oder die ältere Dame, die nicht ihre Finger vom Handy lassen kann, obwohl Handynutzung hier untersagt ist – der Rüffel, vom Wachpersonal kommt umgehend, oder den, der nur einfach wartet, bis seine 15 Minuten rum sind. Andere denken schon über die Freiheiten nach, die kommen sollen.

Der erste Eindruck
Ich bin positiv überrascht. Kaum eine Minute Stillstand, nach einer guten halben Stunde ist die ganze Prozedur abgehakt. Einlassbereich, Registrierung, Wartebereich, Impfbereich, Beobachtungsbereich. Systematisch, geordnet, routiniert. Es gibt kein Gedränge, keine Schlange und keine Ungeduld die Impfhelfer sind freundlich und hilfsbereit danke. Nichts macht den Anschein, als gebe es Stress oder Sorge in irgendeiner Form. Kaum bin ich drin, bin ich gefühlt auch schon wieder draußen! Trotzdem bleibt dabei genug Zeit für eine kurze, eingehende Anamnese, ein nettes Gespräch mit dem zuständigen Arzt und die schmerzlose (!!!!) Impfung. Eine lockere Atmosphäre.

Und dann ist es vorbei. Die 15 Minuten sind rum und ich darf gehen! Mir kommt dabei der Satz von Neil Amstrong, dem ersten Menschen, bei Apollo 11, auf dem Mond, in den Kopf „Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein gewaltiger Sprung für die Menschheit“. Ich würde diese Satz ein wenig um formulieren „ein kleiner Piks für mich, aber ein großer Schritt für die Menschheit“. Ich fand es super und freue mich schon auf meinen zweiten Termin.

Bilder: Ullrich Höltkemeier

Der Tag nach der Impfung
Nach dem Aufwachen am folgenden Tag, keine Probleme, der geimpfte Arm zickt wohl etwas, aber sonst NIX. Trotzdem lasse ich es heute ruhig angehen, keinen Sport usw. Und so ist es auch am nächsten Tag, keine Beschwerden, bis auf die Zickereien meines Armes. Heute jogge ich wieder, aber etwas moderater. Am dritten Tag, nach der Impfung, ist alles im Normbereich, hat alles super funktioniert.

Fazit
Ich bin sehr gut durch die Tage gekommen und erleichtert, dass alles so reibungslos abgelaufen ist – keine Beschwerden, was will man mehr! Sowohl der Impftermin selbst, als auch der Tag danach. Meiner Meinung nach gibt es zur Corona-Schutzimpfung keine Alternative.