Das Meer und der Müll: Gleichgültig, wo man ist, der Müll ist schon da. Die Menschheit hat sich dafür entschieden, 40 Prozent der jährlichen Kunststoff-Produktion zu nehmen und sie als Verpackungsmaterial zu benutzen, das dann innerhalb eines Jahres weggeworfen wird.

Oft genug endet dies und mehr im Meer, wo es ein langes, zweites Leben beginnt. Nach Angaben der Vereinten Nationen stammen 80 Prozent des marinen Mülls vom Festland, der Löwenanteil: Plastik. Inzwischen treiben im Meer regelrechte Mülldeponien.

Die höchste Müllkippe der Welt: 8.850 Meter ragt der Mount Everest in den Himmel. Doch einem Problem unserer Zeit muss auch er sich trotz seiner Höhe und seiner Abgelegenheit stellen: der Umweltverschmutzung. Waren noch bis Mitte der 1980er Jahre gerade mal 150 Menschen auf dem Gipfel, explodierte ihre Zahl danach gewaltig.
Mittlerweile sind es weit über 2.200 Wagemutige. Alle diese Gipfelstürmer hinterlassen bleibende Erinnerung: Müll. Insgesamt, so schätzt man, sind dabei im Laufe der Zeit mehr als 600 Tonnen Abfall zusammengekommen. „Besser als gar nichts“ ist eine Initiative von Nepali und Deutschen, die gemeinsam versuchen, die Natur des Himalaya zu retten: Die Trekker betätigen sich als Müllabfuhr – und haben auch noch Spaß daran.

Unser Müllhaufen wächst und wird immer größer. Und mit ihm wachsen die Fragen: Wann landet der erste Müllcontainer auf dem Mond? Wann gehen die weltweit arbeitslos gewordenen Fischer statt auf Fischfang auf
Plastikfang? Wir müssen den Müll loswerden. Aber wo anfangen? Erste Hilfe den Kunststoff-Müll zu unterbinden oder wenigstens zu verringern ist der sofortige, globale Produktionsstopp von Plastiktüten für den Einmalgebrauch. In China wird bereits ein Tütenverbot getestet. Einzelhändler, die sich nicht an das Verbot halten, droht eine Geldstrafe von umgerechnet bis zu 1000 Euro. Ein Beginn, der es allemal wert ist.

Müllvermeidung nach dem Motto: Was wir nicht sehen, kümmert uns nicht! Das kann es nicht wirklich sein. Viele der angeblich kompostierbaren Einkaufstüten sind auch nach Jahren im Meer immer noch bestens für die Nutzung beim Einkaufen geeignet. Fazit: Vor unserem Dreck vom Himalaja bis zum Pazifik gibt es kein Entrinnen.