Wenn Sie beispielsweise gut zu Fuß sind, Afrika lieben und mal so reisen möchten wie der legendäre Forscher Dr. David Livingston, sollten Sie sich bei Jim Owens melden. Er organisiert einen 1200-km-Fußmarsch quer durch Tansania, ziemlich genau auf der Route, die der Brite Henry Stanley 1871 auf der Suche nach Livingston genommen hat. Mit im Angebot: die Durchquerung von krokodilverseuchten Sumpfgebieten und insgesamt 22 Flüssen.

Ist Ihnen dieses Programm nicht teuflisch genug oder suchen Sie im Urlaub nicht unbedingt eine heile Welt, um dem grauen Alltag zu entfliehen, dann machen Sie es doch vielleicht so wie die Urlauber, die es nicht grau genug bekommen können. Denn erst Sorgen und Kummer machen das Urlaubsziel ja attraktiv. Das Schlagwort heißt „Corona-Tourismus“.

Dabei stellt den Profi-Touristen dieser Tage nicht das Normale mehr zufrieden. Sein überquellendes Fotoalbum treibt ihn schneller, höher und weiter um die Welt. Bis in die entlegensten Winkeln der Erde hat er sich schon durchgeknipst.

Oder wie wäre es denn mit „Stressabbau durch Instant-Ferien“? Dank modernster Computer- und Visualisierungstechnik wird dem Gehirn der Eindruck eines dreiwöchigen Ferienerlebnisses vermittelt. In knapp drei Stunden.

Virtual Reality oder Cyberspace: Synonyme für eine Computertechnologie mit dem Hauch des Fantastischen. Eine Woche Tessin, London oder Sankt Moritz in weniger als einer halben Stunde dürfte dann auch die größten Kritiker von den Möglichkeiten des Ferienangebotes von der DVD überzeugen.

Ach ja, zum Schluss wäre da noch Schottland mit seinen 277 Bergen, die alle denselben Namen tragen ] Munro. Um sie alle zu bewältigen, bedeutet dies eine Tour von etwa 2500 km. In den letzten Jahren wurden die Munros zu Fuß, auf Skiern und selbst per Mountain-Bike erklommen. Der Schnellste dabei war ein Langstreckenläufer, der alle 277 Berge in der bemerkenswerten Zeit von 66 Tagen bewältigte.

Das wär’ doch mal was…?

Alle Zeichnungen: cartulli – CCC Cuxhaven-Cartoon-Center

Lust auf einen Adrenalin-Kick? Dann auf nach Japan! Dort gibt es wohl die steilste Achterbahn der Welt. Die stürzt 43 Meter im freien Fall in die Tiefe – und das bei einem Gefälle von 121 Grad! Gefällt Ihnen das? Die Daten der Achterbahn „Takabisha“ hören sich auch flott an: Neben dem Drop mit krassem Gefälle gibt es sieben Überschlagselemente und eine Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer in gerade einmal zwei Sekunden. Allerdings bleibt’s dann bei der Geschwindigkeit. Und das soll schnell sein?

Übermut tut selten gut – auch im Urlaub! Wie wäre es da mit einem Badeurlaub am  Ostsee-Strande? Kaltes Wasser soll bei Übermut Wunder wirken.